Nvidia Maxwell: Gründe für 28-nm-Fertigung

NvidiaDer US-amerikanische Prozessorhersteller Nvidia blickt zumindest mittelfristig in einer rosige Zukunft. Aktuell besitzt das Unternehmen aus Santa Clara mit der Geforce GTX Titan und der Geforce GTX 780 die beiden schnellsten Single-GPU-Grafikkarten auf dem Markt. Die kürzlich vorgestellten Geforce GTX 770 und Geforce GTX 760 überzeugen darüber hinaus durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Nvidia macht allerdings keinen Hehl daraus, dass sich die Computerspiele verändern werden und arbeitet an der sogenannten Cloudlight-Technologie, bei der diverse Grafikeffekte von einem externen System über das Internet berechnet werden.

Da die kommende Grafikkarten-Generation von AMD weiterhin auf sich warten lässt, hat Nvidia momentan ein leichtes Spiel im High-End-Bereich. Das wird sich vermutlich im Oktober ändern, denn die Radeon HD 9970, die auch unter der Bezeichnung Radeon R9-D970 laufen könnte, soll sich leistungstechnisch durchaus mit der Geforce GTX 780 und vielleicht sogar mit der Geforce GTX Titan messen können.

Nvidia Geforce GTX Titan

Nvidia arbeitet zurzeit unter Hochdruck der kommenden Maxwell-Grafikarchitektur. Bislang existieren jedoch kaum handfeste Informationen über die mögliche Geforce-GTX-800-Serie, da sich die Fachpresse hauptsächlich mit dem bevorstehenden Launch der Volcanic-Islands-Grafikkarten beschäftigt. Aktuell gehen wir davon aus, dass die Produkte auf Maxwell-Basis im ersten Quartal 2014 das Licht der Öffentlichkeit erblicken und noch in einer Strukturbreite von 28 Nanometern gefertigt werden.

Die Kollegen von Videocardz.com haben inzwischen die möglichen Gründe für die vermeintliche Entscheidung für das etablierte Fertigungsverfahren herausgestellt. Einerseits hat AMD in der Vergangenheit fast immer zuerst den Sprung auf einen neueren Herstellungsprozess gewagt und an dieser "Tradition" möchte Nvidia festhalten, andererseits soll die 20-Nanometer-Fertigung zu Beginn noch so teuer und riskant sein, dass sie sich mit einer ziemlich hohen Wahrscheinlichkeit nicht rentieren wird. Letzterer Punkt könnte allerdings dadurch abgemildert werden, dass nur der High-End-Chip in einer Strukturbreite von 20 Nanometern gefertigt wird, während die kleineren Grafikprozessoren noch im bewährten Fertigungsverfahren hergestellt werden.

Würde Maxwell tatsächlich noch in einer Strukturbreite von 28 Nanometern gefertigt, ergebe sich für Nvidia sicherlich ein Leistungsproblem. Die aktuelle GK110-GPU nutzt die 600 Quadratmillimeter große Chipfläche, die TSMC maximal herstellen kann, bereits fast vollständig aus. Eine größere Anzahl an Transistoren ließe sich also nur mithilfe eines feineren Fertigungsprozesses unterbringen. Dementsprechend wird Maxwell wohl eher auf Energieeffizienz ausgelegt sein, was allerdings auch höhere Taktfrequenzen und somit schon gewisse Leistungssprünge erlaubt.


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