Mac-Wachstum: Windows-Wechsler lassen nach

AppleDer Mac von Apple könnte ein Opfer seines eigenen Erfolgs werden, das zumindest vermutet ein Analyst, der davon ausgeht, dass das Mac-Wachstum unter anderem auch wegen der durchweg exklusiven Ästhetik, sowie der Beliebtheit von iPad und iPhone nachlässt. Zwar seien immer noch kleinere Rückgänge zu verzeichnen als beim gesamten PC-Markt, doch vorhanden sind sie in jedem Fall. Auch die Anzahl der aktiven Wechsler von Windows zu OS X hat stark nachgelassen.

Apples Macs fehlt das Kundenfang-Produkt


Schaut man sich die Grafik etwas genauer an, stellt man schnell fest, dass der Großteil des Wachstums in den Jahren 2007 bis 2011 stattfand. Mittlerweile hat allerdings der „Wow-Faktor“ stark nachgelassen, so der Analyst Charlie Wolf von Needham & Co. Stattdessen ist die Anzahl der Windows-Wechsler immer geringer und die Verkaufszahlen der Macs gehen weiter zurück.

Wechsel von Windows zu Mac



Im Digital Lifestyle erklärte Wolf, dass es unter anderem daran liege, dass derzeit keine Kundenfänger vorhanden sein. Im Jahr 2005 sorgte der Apple iPod für viel Aufmerksamkeit, als er den MP3-Player ablöste. Im Jahr 2007 war es dann das iPhone und 2010 das iPad. Immer dann, wenn die Kunden sich die neuen Produkte anschauten, wurden sie auch auf die iMacs, MacBooks und mehr aufmerksam gemacht. Zurzeit fehlt Apple so etwas.

Technischer Vorsprung ist nicht mehr vorhanden


Gleich vorweg: Mit den Macs ist Apple weiterhin Spitzenreiter in Sachen Profit, denn das US-Unternehmen verdient mit dieser Sparte mehr, als die Top 5 PC-Hersteller der Welt zusammen. Darüber hinaus verbucht das MacBook Air 56 Prozent Marktanteile in der eigenen Sektion und der iMac dominiert weiterhin den All-in-One-Bereich. Dies alles ändert allerdings nichts daran, dass die Beliebtheit nachlässt.

Zu guter Letzt habe dies laut Wolf auch mit dem technischen Vorsprung zu tun, der nicht mehr vorhanden sei. Vor einigen Jahren war Apples OS X für viele Windows-Nutzer noch das Non-plus-Ultra, geht es um Design oder Funktionalität. Mittlerweile hat auch dieser Aspekt stark an Wert verloren. Schuld sind hieran unter anderem die vielen Viren-Meldungen, das nicht mehr so frisch wirkende Design und die Tatsache, dass die Konkurrenz aufgeholt hat.


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1 Kommentar

1.) rizawi 29.08.2013 - 00:19 Uhr
Wen wunderts?



Smartphones und Tablets waren für Prolls toll, als noch nicht jeder eins hatte. Mittlerweile passiert das Gleiche wie mit Laptops, Netbooks und weiss der Geier, die Nachteile verdeutlichen sich und damit degradiert das ganze zu einem Gerät unter vielen. Es gibt Leute die sich damit beschäftigen und um sich zu profilieren reicht es nicht mehr aus nur noch aufs Applelogo zu zeigen. Mit einfachen Technologien wie einfach mal ein 1080p Video an einem Standard-TV wiedergeben kann Apple nicht grad werben, ohne das ich über 100€ zusätzlich ausgebe für iwelche Adapter, Software und Kram, egal bei welchem Gerät.
Firmen binden die Technik in ihre Lösungen ein und merken was es für einen wahnsinns Preis hat simples zu erreichen, der nicht immer gerechtfertigt werden kann.

Wieso jemand auch nur im Ansatz auf die Idee kommt 3000€ für ein MBP auszugeben, wenn er für 1500 ein besseres Thinkpad kriegen könnte, who knows, aber jeder der das ein mal praktisch festgestellt hat und die Hardware und Softwaremöglichkeiten verglichen hat, wird kein 2. mal so viel Geld zum Fenster raus werfen.

Wenn man dazu wie im Artikel beschrieben auch noch keine Neukunden anwirbt, wird's dünn. Zumal es mittlerweile in allen Sparten gute Konkurrenzprodukte gibt, mit unrestriktiveren Betriebssystemen. Wenn unter Mac OS oder iOS iwas nicht funzt, ist man drauf angewiesen zu warten bis Apple das Problem löst und wenn man eine passende Lösung für eine etwas kompexere Aufgabe sucht, kann man schon mal seine Kreditkarte bereit halten... Das fängt bei ner externen Festplatte an und hört im Appstore nicht auf.