Hewlett-Packard: Umsatz erneut gesunken

UnternehmenZuletzt berichteten wir über die Quartalszahlen einiger großer Computer-Unternehmen. Die Prozessorhersteller AMD und Intel litten im zweiten Quartal 2013 stark unter dem schwächelnden PC-Markt. Während ersterer einen Verlust von 74 Millionen US-Dollar hinnehmen musste, verbuchte Intel einen 29 Prozent geringeren Gewinn (2,000 Milliarden US-Dollar). Der Grafikspezialist Nvidia hält sich weiterhin wacker und konnte erneut einen beachtlichen Gewinn einfahren. Das aufstrebende britische Unternehmen Advanced RISC Machines (ARM) profitierte allerdings durch den starken Smartphone- und Tablet-Markt und schnitt mit einem Rekord-Umsatz ab. Auch der südkoreanische Branchenriese Samsung konnte die Zahlen im zurückliegende Jahresviertel deutlich steigern.

.Q3 2012Q4 2012Q1 2013Q2 2013Q3 2013
Umsatz29,669 Mrd. $29,959 Mrd. $28,359 Mrd. $27,582 Mrd. $27,226 Mrd. $
Gewinn-8,857 Mrd. $-6,854 Mrd. $1,232 Mrd. $1,077 Mrd. $1,390 Mrd. $

Nun hat der zweitgrößte PC-Anbieter Hewlett-Packard (HP) seinen Wirtschaftsbericht für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2013 veröffentlicht. Das US-amerikanische Unternehmen setzte insgesamt 27,226 Milliarden US-Dollar um, während es im gleichen Vorjahreszeitraum noch 29,669 Milliarden US-Dollar waren. Dies entspricht einem Rückgang von ungefähr acht Prozent. Im zurückliegenden Jahresviertel wurde ein Gewinn von 1,390 Milliarden US-Dollar erzielt. Immerhin schreibt der PC-Anbieter keine roten Zahlen mehr - im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2012 machte HP einen riesigen Verlust von 8,857 Milliarden US-Dollar.

Aufgrund der rückläufigen Umsätze hatte Meg Whitman, Chief Executive Officer (CEO) bei Hewlett-Packard, unlängst einen Umschwung angekündigt. Durch einen Wechsel der Führungsriege soll dieser Wandel beschleunigt werden. Bill Veghte, bislang Chief Operating Officer (COO), wird von nun an als Executive Vice President und General Manager der Enterprise Group tätig sein. Dort, wo er sich vor allem mit der Koordination der Entwicklung von Cloud-Lösungen befassen soll, löst er Dave Donatelli ab, der künftig mit anderen Aufgaben betraut wird.

Der gesunkene Umsatz ist hauptsächlich auf den schwachen PC-Markt zurückzuführen. Im vergangenen Monat konnten wir diesbezüglich mit konkreten Zahlen aufwarten. Laut den Analysten von Gartner und der International Data Corporation (IDC) ist der Markt für Desktop-Computer im zurückliegenden Jahr um ungefähr elf Prozent zurückgegangen. Das geringere Interesse an herkömmlichen Computern ist natürlich auf den Smartphone- und Tablet-Markt zurückzuführen, in dem HP zurzeit nicht wirklich präsent ist.


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