Direct3D 10 steht auf schwerem Fuße

MicrosoftMicrosoft wird bald mit der Einführung von Windows Vista eine neue Grafikkartenschnittstelle vorstellen, die auf den Namen Direct3D 10 hören wird. Durch die angekündigte Verspätung von Windows Vista auf Anfang 2007 ging man bislang davon aus, dass die beiden Chipschmieden ATi und nVidia aufgrund dessen ihre heißblütigen Chips auch erst Anfang 2007 präsentieren werden und nicht wie ursprünglich gedacht noch dieses Jahr. Diese These widerlegte - Gott sei Dank - nun Bob Drebin, Chief Technology Officer von ATi, höchstpersönlich. Er sagte gegenüber den Kollegen von "ExtremeTech", dass ATi den geplanten Launch des R600 nicht von Windows Vista abhängig machen wird, obgleich der R600 unter Windows Vista erst seine richtige Stärke entfalten kann, nämlich die Direct3D 10 Funktionalität, die allen Windows XP Benutzern verwehrt bleibt, was in der Vergangenheit auch für viel Unverständnis sorgte.

Da derzeit noch jeder auf ein DirectX 9 fähiges Betriebssystem ala Windows XP setzt, glaubt man, dass es sehr schwer werden wird Direct3D 10 zu verbreiten und somit auch die Spielehersteller sich recht träge verhalten werden, was eine Implementierung von Direct3D 10 betrifft. Vielmehr geht man davon aus, dass selbst die in 2-3 Jahre erscheinenden Spiele fast ausschließlich auf das altbekannte DirectX 9 setzen werden. Bei hochklassigen Spielen, die fast ausnahmslos von der Grafik leben, erwartet und erhofft man sich allerdings schon bald einen Direct3D 10 Renderpfad, so dass man als Besitzer einer Direct3D 10 Karte gewisse Vorteile genießen könnte, jedoch auch noch Besitzer einer nicht Direct3D 10 fähigen Grafikkarte in den Genuss kämen das Spiel betrachten zu können.

Eines steht fest: Direct3D 10 wird es vorerst nicht leicht haben sich durchzusetzen und das liegt hauptsächlich am Erfinder selbst - Microsoft. Dass man geradezu gezwungen wird als Gamer auf Windows Vista umzusteigen, mag zwar die Kassen im Redmonder Unternehmen höher klingen lassen, allerdings macht sich Microsoft durch derartige Aktionen sicherlich keine Freunde.


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