Radeon-HD-7000-Serie unterstützt DirectX 11.2

AMDFür den US-amerikanischen Prozessorhersteller AMD läuft es in der letzten Zeit nicht mehr allzu gut. Das finanziell angeschlagene Unternehmen leidet arg unter dem schwächelnden Markt für Desktop-Computer, weswegen AMD im zurückliegenden Quartal einen Verlust von 74 Millionen US-Dollar hinnehmen musste. Der Misserfolg des Konzerns ist größtenteils auf die rückläufige Prozessorsparte zurückzuführen, denn die Grafikkarten verkaufen sich nach wie vor gut - vor allem dank des beliebten Never-Settle-Reloaded-Spielebundles, das demnächst nochmals erweitert wird. Überdies kurbeln fallende Verkaufspreise der aktuellen Radeon-HD-7000-Grafikkarten deren Absatzzahlen gehörig an.

Mit der zukünftigen Volcanic-Islands-Serie möchte AMD den Performance-Rückstand auf Nvidia, der seit der Einführung der Geforce GTX Titan unbestreitbar vorhanden ist, wieder wettmachen. Ende September wird der Prozessorhersteller eine Präsentation auf Hawaii abhalten, auf der wohl zahlreiche Details zu den kommenden Grafikkarten, die allerdings erst im Oktober den Markt erreichen sollen, preisgegeben werden. Die Volcanic-Islands-Serie wird wahrscheinlich noch in einer Strukturbreite von 28 Nanometern gefertigt, obwohl eine 20-Nanometer-Fertigung zumindest theoretisch im Bereich des Möglichen liegt.

AMD Radeon HD 7970

Bislang ging die Fachpresse davon aus, dass AMDs Radeon-HD-7000-Serie maximal DirectX 11.1 unterstützt, doch inzwischen hat das Unternehmen offenbart, dass die aktuellen 28-Nanometer-Grafikkarten sogar den Support für DirectX 11.2 liefern. Die Modelle, die der Konkurrent Nvidia zurzeit in der Produktpalette hat, unterstützen nach wie vor lediglich DirectX 11. Da die neuen Spielekonsolen, namentlich Xbox One und Playstation 4, ebenfalls auf der GCN-Grafikarchitektur basieren, besitzen diese folglich ebenfalls den Support für die aktuellste Version der Microsoft-Schnittstelle.

Auf dem Computer wird DirectX 11.2 allerdings erst mit dem noch nicht veröffentlichten Betriebssystem Windows 8.1 funktionierten. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt zieht der Endkunde nicht einmal einen großen Nutzen aus DirectX 11.1, das bis dato in der Welt der Software-Entwickler kaum Anwendung findet. Da die Schnittstelle hauptsächlich in Spielen zum Einsatz kommt, bleibt abzuwarten, welche Titel denn tatsächlich mit den zusätzlichen Features aufwarten werden.

Da die Next-Gen-Konsolen ebenfalls die neuste DirectX-Version unterstützen werden, stehen die Chancen auf DirectX-11.2-Spiele jedenfalls nicht schlecht. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg und es ist davon auszugehen, dass Nvidia den Support zusammen mit einer neuen Geforce-Generation nachliefern wird. Solange Windows 7 den Markt regiert, ist dies allerdings nicht wirklich notwendig, denn das beliebte Betriebssystem aus dem Jahr 2009 unterstützt lediglich DirectX 11.


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