Xbox One gegen Überhitzung abgesichert

MicrosoftDie Xbox One wurde bereits im Mai offiziell vorgestellt, doch der tatsächliche Verkaufsstart der Spielekonsole von Microsoft liegt immer noch Monate in der Zukunft. Durchs Internet kursieren aktuell der 5. November sowie der 29. November, doch letztendlich könnten die Auslieferungen auch an einem anderen Tag stattfinden. Im zurückliegenden Juli vermeldeten wir, dass die Xbox One sowohl über einen größeren Arbeitsspeicher als auch über einen schnelleren Grafikprozessor verfügen sollte als angenommen. Wie wir mittlerweile wissen, ändert sich zumindest an der Größe des Arbeitsspeichers nichts.

Doch die neue Microsoft-Spielekonsole, die dutzende Prototypen vorzuweisen hat, besitzt aufgrund eines unbegrenzten Cloud-Speichers zumindest eine ausreichend große "Festplatte". Dies ist auch notwendig, denn immerhin hat sich das Unternehmen auf der diesjährigen E3-Spielemesse in Los Angeles nicht gerade mit Ruhm bekleckert, als die ansehnlichen Xbox-One-Grafikdemos auf Desktop-Computern mit Nvidia-Grafik liefen.

Microsoft Xbox One

Da Microsoft bei der Xbox 360 mit thermischen Problemen zu kämpfen hatte, hat der Branchenriese die neue Xbox One gleich mehrfach gegen Überhitzung abgesichert. In erster Linie wird die Temperatur über die Lüfterdrehzahl reguliert. Sollte dies nicht mehr ausreichen, taktet sich der verbaute Achtkern-Prozessor automatisch herunter und reduziert natürlich auch die Spannung. Im absoluten Notfall, also falls beide Maßnahmen nicht greifen, schaltet sich die Spielekonsole ab, sobald der Prozessor eine festgelegte Temperatur erreicht hat. Auf diese Weise soll ein Defekt der Xbox One verhindert werden, wenn ein Nutzer zum Beispiel die Luftschlitze blockiert.

Normalerweise sollte es aber nicht zum plötzlichen Shutdown kommen, da das Microsoft-Produkt im niedrigsten Leistungszustand komplett ohne aktive Lüfter auskommt. Für die Schutzmechanismen musste Microsoft offenbar kaum einen Finger krumm machen, da diese bereits seit geraumer Zeit fester Bestandteil der x86-Architektur sind. Die Xbox 360, die auf IBM Power-PC basiert, kann nicht auf solche Funktionen zurückgreifen.

Beim Prozessor der Xbox One handelt es sich um eine Jaguar-basierte Achtkern-CPU von AMD, die mit einer Taktfrequenz von 1,6 GHz daherkommt. Die Grafikkarte basiert auf der GCN-Architektur und verfügt über 768 Shader-, 48 Textur- und 16 Rastereinheiten sowie über ein 512 Bit breites Speicherinterface und einen 32 MiB großen eSRAM. Sobald der pfeilschnelle eSRAM aufgebraucht ist, greift die Grafikkarte auf den Arbeitsspeicher zu, bei dem es sich um einen 8.192 MiB großen DDR3-2133-Speicher handelt.


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