SSD-Markt innerhalb eines Jahres verdoppelt

FestplatteIn den zurückliegenden Tagen konnten wir mit zahlreichen interessanten Newsmeldungen aufwarten. Wir berichteten zum Beispiel von AMDs Seal-Islands-Serie, die nun anscheinend doch nicht zu Gunsten der Volcanic-Islands-Serie gecancelt wurde. Nichtsdestotrotz soll das künftige Flaggschiff mit dem Hawaii-Grafikprozessor daherkommen, der nach wie vor der Volcanic-Islands-Serie angehört. Darüber hinaus sind wir in den Weiten des Internets auf den möglichen Verkaufspreis der sogenannten Radeon R9-D970 gestoßen, der allerdings noch nicht offiziell bestätigt wurde. Wir konnten außerdem vermelden, dass es sich bei den schnellen Ivy-Bridge-E-Modellen um native Sechskern- und nicht um beschnittene Achtkern-Prozessoren handelt.

Die Marktforscher von IHS iSuppli haben inzwischen anregende Zahlen zu den weltweiten Verkäufen von klassischen Hard Disk Drives (HDDs) und fortschrittlichen Solid State Drives (SSDs) veröffentlicht. Demzufolge ist im zurückliegenden Jahr gerade der SSD-Markt kräftig gewachsen, während der HDD-Markt leicht zurückging.

3,5-Zoll-Festplatte

Im ersten Quartal 2013 wurden rund 11,5 Millionen SSDs ausgeliefert, im gleichen Vorjahreszeitraum waren es noch zirka 6,0 Millionen Stück. Dieser 92-prozentige Anstieg ist größtenteils auf das große Interesse an Ultrabooks und Tablets zurückzuführen, auf deren Kappe alleine 5,9 Millionen SSDs gingen. Der Festplatten-Absatz ging im selben Zeitraum allerdings von 105,3 Millionen auf 93,3 Millionen zurück. Da sogenannte Cloud-Dienste aber zunehmend wichtiger werden, ist mit einer baldigen Erholung des HDD-Markts zu rechnen - immerhin bietet die klassische Festplatte den günstigsten Speicherplatz.

Der gesunkene Festplatten-Absatz ist hauptsächlich auf den schwachen PC-Markt zurückzuführen. Im Juli konnten wir diesbezüglich mit konkreten Zahlen aufwarten. Laut den Analysten von Gartner und der International Data Corporation (IDC) ist der Markt für Desktop-Computer im zurückliegenden Jahr um ungefähr elf Prozent zurückgegangen. Das geringere Interesse an herkömmlichen Computern ist natürlich auf den Smartphone- und Tablet-Markt zurückzuführen, in dem Festplatten aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts keine Rolle spielen.


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6 Kommentare

6.) Luk Luk 13.08.2013 - 19:17 Uhr
Klar, die CPU muss die ankommende Datenmenge ja auch verarbeiten können. Eine SSD auf einem Pentium Dualcore ist auch nicht das Wahre :lol:
5.) rizawi 13.08.2013 - 16:58 Uhr
Die kam ja erst innerhalb dieses Jahres, was zur Aussage passt. Zumal so ein Teil bei Release auch noch über 1€/GB kostete, was bei 256/512GB nicht grad ein Pappenstiel ist, 128GB is ja schon wieder gewollt und nicht gekonnt wenn man mehr macht als rum albern.
Ich hab seit über einem Jahr eine Corsair Force GT 512GB, was damals nach Benches eins der schnellsten Teile war und wenn ich nur solchen Spielkram wie Chat/Voip zu/aufmache, bin ich auch nach 20s wieder Online.
Wenn ich jetzt allerdings den Rechner eines Standardusers her nehme, wo am besten 2 Antivirenprogramme und ein Dutzend nutzlose Tasks gestartet werden, verpufft der Effekt so einer SSD im Nirvana, da is es auf einem Plastebombernotebook scheissegal was für eine SSD du verbaust. Wenn es dann auch noch das super billige Modell von vor 3 Jahren ist, investiert man besser in ein neues Gerät statt in Teile die die Restliche Hardware vollends zum kochen bringen...
4.) Luk Luk 13.08.2013 - 16:34 Uhr
Placebo-Effekt? Da hat wohl wirklich jemand noch keine Samsung 840 Pro in Aktion erlebt :roll:

Ein Kumpel hat eine verbaut. Wenn er sagt, dass er mal schnell den PC neustartet, dann ist er schneller wieder im Teamspeak als mein PC überhaupt heruntergefahren ist.
3.) rizawi 13.08.2013 - 16:16 Uhr
Dann schieb ich's einfach darauf das viele von den Rechnern schon Gurken waren ohne SSD und das das dann auch nicht mehr geholfen hat... Zumal dann auch oft nicht grad die Modelle gekauft wurden, die performant sind, sondern einfach das billigste vom billigsten O.o...
2.) KodeX 13.08.2013 - 14:50 Uhr
Ich habe bereits bei älteren Computern, die viel zu langsam waren, die Festplatte gegen eine SSD ausgetauscht. Das Betriebssystem habe ich mit Norton Ghost geklont, weswegen sich eigentlich nichts änderte. Der Performance-Sprung war gewaltig und das war in meinem Fall nicht auf einen Placebo-Effekt zurückzuführen.

Ich gebe dir aber auch Recht. Es bringt überhaupt nichts, nur das Betriebssystem auf die SSD zu packen und alles andere auf eine Festplatte zu installieren. Bei mir ist es so, dass sich alles, was irgendwie installiert werden muss, auf der SSD befindet und alle Daten auf der großen Festplatte.
1.) rizawi 13.08.2013 - 13:42 Uhr
Ich schieb die Entwicklung iwie auch darauf, das SSDs nun aus den Kinderschuhen raus sind. Viele die ich kenne, haben ihre Systemplatte nun durch eine SSD ausgetauscht. Vorher hatte man einfach noch zu frequent Negativschlagzeilen, weshalb viele sich um diesen Schritt gedrückt haben. Teils find ich das dennoch höchst albern, eine SSD nur für Windows macht einen Rechner kaum schneller. Der Placeboeffekt kommt eher davon, das die Meisten in dem Zug ihr Windows neu installieren meine ich...

Was Festplatten angeht, das Kapazitätswachstum ist aktuell einfach viel zu langsam. Es sind gerade mal 5 und 6TB angekündigt, 4TB gibts seit über nem Jahr, gibt also keinen Grund aufzurüsten. Was normale Consumer angeht, wer braucht schon mehr als ein 2TB Raid 1 und wer hat überhaupt das?
Ergo schieben aktuell viele ihre alten Platten von einem Rechner zum nächsten, bis die einen altersbedingten Tod sterben, statt auf Verdacht neue zu kaufen... Datensicherheit von unwiederbringlichen persönlichen Inhalten ist nach wie vor ein Volksdefizit, da komm ich mir schon vor wie ein Prediger auf verlorenem Boden.