Details zu Intels Skylake-Mikroarchitektur

IntelIm zurückliegenden Juli vermeldeten wir, dass der US-amerikanische Prozessorhersteller Intel in der Mitte des kommenden Jahres mit der 14-Nanometer-Massenfertigung beginnen kann. Entsprechende Prozessoren, die der Broadwell-Mikroarchitektur angehören werden, erscheinen demzufolge erst im zweiten Halbjahr 2014. Diese werden allerdings nur Einzug in den mobilen Bereich erhalten, da Brian Krzanich, Intels neuer Chief Executive Officer (CEO), den Fokus vermehrt auf Notebooks, Tablets und Smartphones legen möchte. Die klassischen Desktop-Computer werden allerdings nicht leer ausgehen, denn das Unternehmen aus Santa Clara wird nächstes Jahr den sogenannten Haswell-Refresh bringen, bei dem es sich wohl um handelsübliche Haswell-Prozessoren mit angehobenen Taktfrequenzen handeln wird.

Im High-End-Bereich bietet Intel zurzeit allerdings nur Modelle an, die noch auf der in die Tage gekommenen Sandy-Bridge-E-Mikroarchitektur basieren. Obwohl diese teilweise über sechs Kerne verfügen, sind sie kaum schneller als die aktuellen Haswell-Prozessoren für den neuen Performance-Sockel LGA 1150. Diesbezüglich soll Ivy Bridge-E Abhilfe schaffen. Zuletzt konnten wir mit dem offiziellen Release-Termin der kommenden High-End-Prozessoren aufwarten.

Intel Skylake-DIE

Die Internetseite Heise.de berichtet nun, dass Intel die Skylake-Mikroarchitektur wie geplant im Jahr 2015 veröffentlichen wird. Die zukünftigen Prozessoren, die angeblich in einer Strukturbreite von 14 Nanometern gefertigt werden, sollen die Nachfolge der kommenden Broadwell-Modelle antreten, die im nächsten Jahr auf die aktuellen Haswell-Prozessoren folgen werden, aber wohl nur mobilen Bereich Fuß fassen sollen. Unsere Quelle gibt bereits einige Details zu Skylake preis. So sollen die Modelle die neue Befehlssatzerweiterung AVX512 unterstützen, bei der es sich schlicht und ergreifend um die dritte Ausführung von AVX handelt.

Überdies werden die Skylake-Prozessoren über die Sicherheitserweiterung MPX verfügen, die das Unterbinden von Buffer-Overruns und -Underruns direkt in die Hardware integrieren soll. Des Weiteren soll die kommende Mikroarchitektur eine Verbesserungen der Integer-Recheneinheiten mitbringen. Intel wird Skylake aber mit Sicherheit noch zahlreiche andere Optimierungen an allen Fronten spendieren. Wir gehen davon aus, dass die Prozessoren PCI-Express-4.0 und eventuell auch DDR4-Arbeitsspeicher unterstützen werden, da die dazugehörigen Server-Modelle ebenfalls den entsprechenden Support besitzen sollen.

Aktuell rückt zwar die Broadwell-Mikroarchitektur zunehmend näher und unsere diesbezügliche Berichterstattung wird sich in naher Zukunft wahrscheinlich häufen, doch da Broadwell - verglichen mit Haswell - nur wenige Neuerungen besitzen wird, sollten die Informationen zur zukünftigen Skylake-Mikroarchitektur durchaus interessanter ausfallen. Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden.


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