Erster Vorab-Test des Core i7-4960X online

IntelIm zurückliegenden Juli vermeldeten wir, dass der US-amerikanische Prozessorhersteller Intel in der Mitte des kommenden Jahres mit der 14-Nanometer-Massenfertigung beginnen kann. Entsprechende Prozessoren, die der Broadwell-Mikroarchitektur angehören werden, erscheinen demzufolge erst im zweiten Halbjahr 2014. Diese werden allerdings nur Einzug in den mobilen Bereich erhalten, da Brian Krzanich, Intels neuer Chief Executive Officer (CEO), den Fokus vermehrt auf Notebooks, Tablets und Smartphones legen möchte. Die klassischen Desktop-Computer werden allerdings nicht leer ausgehen, denn das Unternehmen aus Santa Clara wird nächstes Jahr den sogenannten Haswell-Refresh bringen, bei dem es sich wohl um handelsübliche Haswell-Prozessoren mit angehobenen Taktfrequenzen handeln wird.

Im High-End-Bereich bietet Intel zurzeit allerdings nur Modelle an, die noch auf der in die Tage gekommenen Sandy-Bridge-E-Mikroarchitektur basieren. Obwohl diese teilweise über sechs Kerne verfügen, sind sie kaum schneller als die aktuellen Haswell-Prozessoren für den neuen Performance-Sockel LGA 1150. Diesbezüglich soll Ivy Bridge-E Abhilfe schaffen. Zuletzt konnten wir mit dem offiziellen Release-Termin der kommenden High-End-Prozessoren aufwarten.

ModellArchitekturListenpreisPerformanceVerbrauch
Core i7-4960XIvy Bridge-E$990100,0 %118 Watt
Core i7-3970XSandy Bridge-E$99996,2 %149 Watt
Core i7-4770KHaswell$33986,1 %96 Watt
FX-8350Vishera$19568,1 %131 Watt

Die Kollegen von TomsHardware.de haben nun einen ersten Vorab-Test des zukünftigen Flaggschiffs Core i7-4960X veröffentlicht. Über den gesamten Test hinweg arbeitet der Prozessor ungefähr vier Prozent schneller als sein unmittelbarer Vorgänger, namentlich Core i7-3970X, und etwa 16 Prozent schneller als der Core i7-4770K. Der FX-8350 vom Konkurrenten AMD wird sogar um 47 Prozent in die Schranken gewiesen. Diese Zahlen setzen sich ausschließlich aus Anwendungs-Benchmarks zusammen. Die synthetischen Benchmarks sind nicht mit einberechnet und die Leistung in Computerspielen wurde im Test nicht berücksichtigt.

Dieser kleine Performance-Sprung wird allerdings durch eine wesentlich geringere Leistungsaufnahme versüßt. Der Core i7-4960X benötigt durchschnittlich 31 Watt weniger Energie als der Core i7-3970X und 13 Watt weniger als der FX-8350. Der kommende High-End-Prozessor zieht dennoch 22 Watt mehr aus der Steckdose als der Core i7-4770K. Angesichts der besseren Anwendungs-Performance ist dieser Mehrverbrauch allerdings hinnehmbar. Der hohe Verkaufspreis von 990 US-Dollar macht jedoch einen Strich durch die Rechnung, weswegen der Core i7-4960X - wie sein Vorgänger - zu Recht ein Nischenprodukt sein wird.

Letztendlich müssen wir aber auf die offizielle Vorstellung der Ivy-Bridge-E-Prozessoren warten. Am 10. September soll es soweit sein und erst dann wird es zahlreiche ausführliche Testberichte geben, die diese Vorab-Ergebnisse entweder bestätigen oder widerlegen. Da diese allerdings plausibel und exakt wie zu erwarten ausfallen, wäre alles andere durchaus kurios.


Kommentar schreiben

  • Loggen Sie sich oben mit ihren Benutzerdaten ein, um Kommentare zu verfassen.
  • Falls Sie noch kein Mitglied sind, können Sie sich in unserem Forum registrieren.

0 Kommentare