AMD eröffnet SoC-Design-Zentrum in Indien

AMDMit der offiziellen Vorstellung der Richland-Prozessoren hat der US-amerikanische Prozessorhersteller AMD seine Produktpalette lediglich geringfügig verbessert. Möglicherweise wollte das Unternehmen aus Sunnyvale auf diese Weise die starke Grafikeinheit Iris Pro 5200 der Haswell-Mikroarchitektur abfangen. Dennoch arbeitet AMD unter Hochdruck bereits an der nächsten APU-Generation, die unter der Bezeichnung Kaveri läuft. Auf der diesjährigen Computex präsentierte AMD erstmals funktionstüchtige Kaveri-Samples und kündigte an, dass erste marktfertige Produkte bereits im vierten Quartal erscheinen sollen. Die offizielle Vorstellung der Kaveri-Prozessoren hat sich inzwischen allerdings um ein Jahresviertel nach hinten verschoben.

AMD-Schema Modul-Bauweise

Die Jaguar-basierten Kabini- und Temash-Prozessoren hat AMD bereits im Mai veröffentlicht. Die SoC-Prozessoren sind für den Einsatz in günstigen Notebook- und Tablet-Computern geeignet und punkten vor allem mit einer relativ starken Grafikeinheit. Für das Jahr 2014 ist bereits eine Refresh-Mikroarchitektur geplant, die unter der Bezeichnung Puma+ läuft.

Der Prozessorhersteller hat nun in der indischen Metropole Hyderabad ein neues SoC-Design-Zentrum eröffnet. Das sogenannte "Global Design Centre" liegt im IT-Industriegebiet der Stadt und soll insbesondere System-on-a-Chip-Prozessoren (SoCs) für AMD und für Kunden entwickeln. AMD bietet mittlerweile an, wie für Microsoft und Sony, speziell auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmte SoC-Prozessoren zu entwerfen.

Die neue Anlage bietet auf über 16.000 Quadratmetern Platz für High-Tech-Labore mit entsprechender Ausrüstung und dort sollen zahlreiche Ingenieure ihren Dienst verrichten. Somit verstärkt das Unternehmen das Engagement in Indien, das aufgrund der Bevölkerung über ein gewaltiges Potenzial verfügt. In Bangalore, Neu Delhi und Mumbai besitzt AMD bereits ähnliche Einrichtungen.


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