Nvidia übernimmt The Portland Group (PGI)

NvidiaDer US-amerikanische Prozessorhersteller Nvidia blickt zumindest mittelfristig in einer rosige Zukunft. Aktuell besitzt das Unternehmen aus Santa Clara mit der Geforce GTX Titan und der Geforce GTX 780 die beiden schnellsten Single-GPU-Grafikkarten auf dem Markt. Die kürzlich vorgestellten Geforce GTX 770 und Geforce GTX 760 überzeugen darüber hinaus durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Nvidia macht allerdings keinen Hehl daraus, dass sich die Computerspiele verändern werden und arbeitet an der sogenannten Cloudlight-Technologie, bei der diverse Grafikeffekte von einem externen System über das Internet berechnet werden.

Nvidia PGI-Übernahme

Da die kommende Grafikkarten-Generation von AMD weiterhin auf sich warten lässt, hat Nvidia momentan ein leichtes Spiel im High-End-Bereich. Das wird sich vermutlich im Oktober ändern, denn die Radeon HD 9970, die auch unter der Bezeichnung Radeon R9-1000 laufen könnte, soll sich leistungstechnisch durchaus mit der Geforce GTX 780 und vielleicht sogar mit der Geforce GTX Titan messen können. Doch abseits von Computerspielen haben sogar die aktuellen AMD-Grafikkarten der Radeon-HD-7000-Serie einen gewaltigen Vorteil. Im GPU-Computing, insbesondere unter OpenCL, sind die GCN-Grafikkarten den Kepler-Modellen deutlich überlegen.

Doch das möchte Nvidia natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Am heutigen Dienstag gab der Grafikspezialist bekannt, dass dieser das Unternehmen The Portland Group (PGI) aufgekauft hat, das weltweit für die Entwicklung und den Vertrieb von Software-Compilern bekannt ist. Nvidia hat bereits in der Vergangenheit eng mit PGI zusammengearbeitet. Beide Unternehmen entwickelten zum Beispiel gemeinsam die GPU-Computing-Standards CUDA und OpenACC.

Nvidia verspricht sich durch diese Übernahme eine noch stärke Zusammenarbeit in dem Bereich des High-Performance-Computings. Bislang gehörte PGI dem größten europäischen Halbleiterhersteller STMicroelectronics. Über den Kaufpreis haben Nvidia und das schweizerische Unternehmen Stillschweigen vereinbart.


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