AMD Sockel FM2+ bis mindestens 2015 aktuell

AMD Mit der offiziellen Vorstellung der Richland-Prozessoren hat der US-amerikanische Prozessorhersteller AMD seine Produktpalette lediglich geringfügig verbessert. Möglicherweise wollte das Unternehmen aus Sunnyvale auf diese Weise die starke Grafikeinheit Iris Pro 5200 der Haswell-Mikroarchitektur abfangen. Dennoch arbeitet AMD unter Hochdruck bereits an der nächsten APU-Generation, die unter der Bezeichnung Kaveri läuft. Auf der diesjährigen Computex präsentierte AMD erstmals funktionstüchtige Kaveri-Samples und kündigte an, dass erste marktfertige Produkte bereits im vierten Quartal erscheinen sollen. Die offizielle Vorstellung der Kaveri-Prozessoren hat sich inzwischen allerdings um ein Jahresviertel nach hinten verschoben.

Die Veröffentlichung der kommenden Kaveri-Prozessoren findet im Februar 2014 statt - zumindest wenn wir den angeblich sicheren Informationen von VR-Zone.com Glauben schenken. Diese Accelerated Processing Units (APUs) basieren erstmals auf den fortschrittlichen Steamroller-Modulen, bei denen es sich um die dritte Generation der Modul-Mikroarchitekturen von AMD handelt. Der Sprung von Piledriver auf Steamroller soll sogar so groß ausfallen, dass die Fachpresse von einem Wendepunkt und einem Angriff auf den Performance-Bereich berichtet. Darüber hinaus erhält die GCN-Grafikarchitektur mit Kaveri erstmals Einzug in die Welt der APUs.

AMD-Schema Modul-Bauweise

Zuerst war es nur ein Gerücht, doch inzwischen ist es relativ sicher, dass der kommende Sockel FM2+, der zusammen mit den Kaveri-Prozessoren eingeführt wird, auch mit den darauffolgenden Carizo-Prozessoren kompatibel sein wird. Die aktuellen Accelerated Processing Units der Trinity- und Richland-Generation werden darüber hinaus ebenfalls auf dem Sockel FM2+ funktionieren, da dieser abwärtskompatibel sein wird. Der Mainboard-Hersteller Asus hat nicht umsonst erste Kaveri-Mainboards angekündigt, die bereits vor der Veröffentlichung der neuen APU-Generation von AMD den Weg in die hiesigen Onlineshops finden werden.

Da die Hauptplatinen mit dem Sockel FM2+ auch mit den 2015 erscheinenden Carizo-Prozessoren kompatibel sein sollen, ergeben sich automatisch einige Schwierigkeiten. Da Carizo angeblich erstmals in der Geschichte der AMD-Prozessoren DDR4-Arbeitsspeicher unterstützen wird, müssen die FM2+-Mainboards darauf ausgelegt sein, sowohl DDR3- als auch DDR4-Module zu beherbergen. Wir halten es allerdings auch für möglich, dass die Carizo-APUs mit beiden DDR-Standards umgehen können. Es könnte dementsprechend Hauptplatinen mit DDR3- oder DDR4-Speicherbänken, möglicherweise auch Mainboards mit gemischten Speicherbänken geben.

Momentan wird noch spekuliert, ob die zukünftigen Mainboards für den Sockel FM2+ über den Support für PCI-Express-4.0 verfügen werden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können wir allerdings nicht mit Gewissheit berichten, ob dies zutreffen wird oder nicht. Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden.


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1 Kommentar

1.) rizawi 31.07.2013 - 12:30 Uhr
Auch wenn man sagen muss das Kompatibilität ab und aufwärts im PC Segment vielleicht nicht am effizientesten ist, aber ich fand das war immer einer der grossen Vorteile von AMD, man konnte nach 3 4 Jahren auf ein gutes Board noch eine aktuelle CPU bauen und war wieder gekämmt. Fand das in den letzten Jahren schon schade, das AMD sich da fast auf Wege begab wie Intel, mit einem Sockel für jede neue CPU Generation und das ohne da gross erkennbare Fortschritte zu bringen seit AM2...