Nvidia zeigt Cloud-basierte Beleuchtung

NvidiaDer US-amerikanische Grafikspezialist Nvidia hat im Juni seine Geforce GTX 760 offiziell vorgestellt. Die Grafikkarte arbeitet zwar etwas langsamer als die Radeon HD 7950 Boost-Edition, doch in puncto Leistungsaufnahme schneidet das Nvidia-Produkt wesentlich besser ab. Die Geforce GTX 780 sowie die Geforce GTX 770 wurden bereits im Mai veröffentlicht. Erstere Grafikkarte besitzt keinen direkten Konkurrenten, während sich die Geforce GTX 770 mit der Radeon HD 7970 GHz-Edition herumschlagen muss. Gerade in hohen Auflösungen ist der Tahiti-Ableger schneller, aber die Nvidia-Grafikkarte punktet erneut mit einer geringeren Leistungsaufnahme.

Vergangene Woche berichteten wir außerdem über Nvidias neue Workstation-Grafikkarte Quadro K6000, die über den GK110-Grafikprozessor im Vollausbau verfügt. Dementsprechend besitzt die Grafikkarte 2.880 Shader-, 240 Textur- und 48 Rastereinheiten sowie ein 384 Bit breites Speicherinterface und einen 6.144 MiB großer Grafikspeicher. Die Fachpresse spekuliert bereits, dass das Unternehmen aus Santa Clara noch eine Geforce GTX Titan Ultra bringen könnte, die über die gleiche Anzahl an Ausführungseinheiten verfügte und gegen die kommende Radeon HD 9970, die auch unter der Bezeichnung Radeon R9-1000 laufen könnte, platziert würde.

Der Grafikspezialist hat nun erstmals ein Video präsentiert, das eine Cloud-basierte Beleuchtung für Computerspiele zeigt. Das entsprechende System läuft unter der Bezeichnung Cloudlight und soll angeblich für eine wesentlich bessere Grafikqualität sorgen, indem die Berechnungen einiger Grafikeffekte in ein Cloud-System verlagert werden. Nvidia gibt an, dass ein solcher Computer mit der Grafikkarte Quadro K5000 die Berechnungen für bis zu fünf Endkunden durchführen könnte. Bei der Workstation-Grafikkarte Quadro K5000 handelt es sich um die professionelle Ausgabe der Geforce GTX 680, die über den 3,54 Milliarden Transistoren schweren GK104-Grafikprozessor verfügt.

Die Grafikeffekte, die im Video deutlich zu erkennen sind, erwecken allerdings nicht den Anschein, als könnten sie nicht schnell genug von einer handelsüblichen High-End- oder Performance-Grafikkarte berechnet werden. Hierbei handelt es sich allerdings nur um eine Tech-Demo, die eine kleine Aussicht in die Zukunft gewährt. An dieser Stelle wollen wir nicht kommentieren, wie sinnvoll beziehungsweise sinnlos diese Entwicklung für die Endkunden ist. Nichtsdestotrotz schlägt Nvidia eine klare Richtung ein, die in fünf Jahren möglicherweise schon zum Alltag gehören wird.


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1 Kommentar

1.) rizawi 29.07.2013 - 19:58 Uhr
ein weiterer Nutzloser Dienst der auf Inet beruht, so ähnlich stelle ich mir das System der Xbox One iwie auch vor. Da werden dann Sachen übernommen, die jede mittelmässige Grafikkarte kaum FPS kosten und wenn das Inet ausfällt oder im MP verwendet wird/anderweitig belegt ist, wars das...
Man überlege sich mal zusammgefasst die Leistung. Man verballert prinzipiell Strom für 2 Rechner, von denen einer ein Teil eines Serverclusters ist und vermutlich 5k pro Recheneinheit kostet, belegt zusätzlich das ohnehin schon viel zu ausgelastete Internet und alles für ein Ergebnis, was eine 2. Grafikkarte für 100€ auch hätte machen können...