CPU-Z liest Mainboard-C2-Stepping aus

IntelDer US-amerikanische Prozessorhersteller Intel, der im zurückliegenden Jahresviertel einen 29 Prozent geringeren Gewinn als im gleichen Vorjahreszeitraum erwirtschaftete, arbeitet zurzeit unter Hochdruck an den kommenden High-End-Prozessoren für den Sockel LGA 2011, die unter der Bezeichnung Ivy Bridge-E laufen. Diese werden voraussichtlich am 4. September erscheinen und die Leistung der gegenwärtigen Sandy-Bridge-E-Prozessoren nochmals steigern. Das ist auch notwendig, denn die neuen Haswell-Prozessoren erreichen teilweise sogar die Performance der aktuellen Sechskern-Modelle für den High-End-Sockel.

CPU-Z - Mainboard-Revision

Zuletzt vermeldeten wir, dass Intel mithilfe eines neuen Chipsatz-Steppings den USB-3.0-Bug beseitigen möchte. Ist ein USB-3.0-Gerät eingesteckt und der betroffene Computer wechselt in den S3-Standby-Modus, so wird dieses Gerät beim Aufwecken des Computers automatisch vom Betriebssystem neu erkannt. Ist währenddessen zum Beispiel ein Dokument, das sich auf dem USB-3.0-Gerät befindet, geöffnet, so können der Dateipfad ungültig werden und eventuelle Änderungen verloren gehen. Mithilfe des neuen C2-Steppings wird das USB-3.0-Gerät permanent erkannt, weswegen die oben geschilderte Situation nicht eintreten kann.

Wie die Kollegen von PCGamesHardware.de nun berichten, werden die Mainboards mit dem neuen Chipsatz-Stepping so ausgeliefert, dass der Endkunde nicht erkennen kann, ob die Hauptplatine bereits ohne USB-3.0-Bug daherkommt. Die neuen Haswell-Boards unterscheiden sich äußerlich also nicht von den alten - auch nicht durch einen Schriftzug auf der Verpackung. Durch das Tool CPU-Z lässt sich das Stepping allerdings nachträglich auslesen. Hauptplatinen mit dem Eintrag "Rev 05" unter dem Reiter "Mainboard" verfügen demnach über das C2-Stepping und verursachen keine Probleme mehr.

Der USB-3.0-Bug ist allerdings nicht wirklich dramatisch, weswegen Intel auch keine Rückrufaktion gestartet hat. Das oben beschriebene Worst-Case-Szenario tritt in der Praxis wohl eher selten auf, aber nichtsdestotrotz leidet der Ruf eines Unternehmens merklich unter solchen Problemen. An dieser Stelle möchten wir auf den SATA-Bug der ersten Sandy-Bridge-Hauptplatinen oder auf den TLB-Bug der frühen Phenom-Prozessoren hinweisen.


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