Xbox One stärker als angenommen?

MicrosoftIm zurückliegenden Juni wurde die Geforce GTX 760 offiziell vorgestellt. Die Grafikkarte arbeitet zwar nicht schneller als die Radeon HD 7950 Boost-Edition, doch in puncto Leistungsaufnahme ist das Nvidia-Produkt dem Kontrahenten überlegen. Das Unternehmen aus Santa Clara hatte zuvor schon die Geforce GTX 780 und die Geforce GTX 770 offiziell vorgestellt. Doch momentan geschieht relativ viel in der Welt der Halbleitertechnik. Die neuen Spielekonsolen von Microsoft und Sony, namentlich Xbox One und Playstation 4, wurden bereits präsentiert und sollen in einigen Monaten zum Verkauf freigegeben werden.

Im Internetforum von Beyond3D.com sind nun interessante Informationen zur Xbox One aufgetaucht. Ein Nutzer konnte offenbar in Erfahrung bringen, dass Microsoft seine neue Spielekonsole kurzfristig mit besseren Hardware-Spezifikationen ausgestattet hat. Dies betrifft sowohl den Arbeitsspeicher als auch die Grafikkarte.

Microsoft Xbox One

Beim Prozessor der Xbox One handelt es sich um einen Jaguar-basierten Achtkern-Prozessor von AMD, der mit einer Taktfrequenz von 1,6 GHz daherkommt. Die Grafikkarte basiert auf der GCN-Architektur und verfügt über 768 Shader-, 48 Textur- und 16 Rastereinheiten sowie über ein 512 Bit breites Speicherinterface und einen 32 MiB großen eSRAM. Sobald der pfeilschnelle eSRAM aufgebraucht ist, greift die Grafikkarte auf den Arbeitsspeicher zu, bei dem es sich ursprünglich um einen 8.192 MiB großen DDR3-2133-Speicher handeln sollte.
Das Unternehmen aus Redmond hat die Größe des Arbeitsspeichers nun offenbar auf 12.288 MiB aufgestockt. Überdies wurde die Taktfrequenz des Grafikprozessors, die vorher 800 MHz betrug, auf einen unbekannten Wert angehoben.

Ob Microsoft damit kurzfristig auf die wesentlich stärkeren Spezifikationen der Playstation 4 reagiert, ist fraglich. Der zusätzliche Arbeitsspeicher wird in der Praxis sowieso nicht genutzt und bringt wahrscheinlich keinen Performancegewinn. Durch eine angehobene Taktfrequenz des Grafikprozessors ist zwar eine gewisse Mehrleistung zu erwarten, doch dies macht den Mangel an Ausführungseinheiten nicht wieder wett.


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