AMD Steamroller ein Wendepunkt?

AMDDer US-amerikanische Prozessorhersteller AMD hat auf der diesjährigen Computex vor gut einem Monat seine neuen Richland-Prozessoren offiziell vorgestellt. Diese basieren allerdings weiterhin auf den Piledriver-Modulen, die ebenfalls in den Vishera- und Trinity-Prozessoren zum Einsatz kommen. Zwei Wochen vorher veröffentlichte das Unternehmen aus Sunnyvale die Jaguar-basierten Kabini- und Temash-Prozessoren. Diese sind zwar nur für günstige Notebooks und Tablets geeignet, doch diese Aufgabe erledigen die Neulinge ziemlich gut.

Doch AMD möchte auch im oberen Performance-Bereich angreifen, denn mit dem FX-9590 bringen die Kalifornier einen Prozessor mit einer Taktfrequenz von bis zu 5,0 GHz, der leistungstechnisch ziemlich dicht an den Core i7-4770K rückt. Hierbei handelt es sich allerdings auch nur um einen Piledriver-basierten Vishera-Prozessor mit einer besonders hohen Taktfrequenz.

Vergleich zwischen Steamroller und Bulldozer

Auf einer japanischen Internetseite sind inzwischen ziemlich viele Folien zu den kommenden Kaveri-Prozessoren von AMD aufgetaucht. Diese werden erstmals mit den fortschrittlichen Steamroller-Modulen daherkommen und sogar über eine GCN-basierte Grafikeinheit verfügen. Unsere Quelle spricht sogar von einem Wendepunkt und geht davon aus, dass AMD mit den Steamroller-basierten Vishera-Nachfolgern wieder ganz oben angreifen wird.

Da wir die japanische Sprache jedoch nur maschinell übersetzen können, bleiben uns zahlreiche Informationen des ausführlichen Artikels unbekannt. Doch alleine ein Blick auf die Folien reicht für gewisse Eindrücke aus. Es werden zum Beispiel die VLIW5-, die VLIW4- und die GCN-Grafikarchitektur miteinander verglichen. Auf anderen Folien wird versprochen, dass die Steamroller-Module eine wesentlich bessere Single-Thread-Performance und auch eine bessere Multi-Thread-Performance aufweisen. Überdies werden die Vorteile der 28-Nanometer-Fertigung relativ übersichtlich präsentiert. Hier geht es sowohl im die DIE-Größe der GPUs als auch um die DIE-Größe der CPUs.

Darüber hinaus ist ersichtlich, dass die schnellste Kaveri-Grafikeinheit über 512 Shadereinheiten verfügen wird. Diese sollte also ungefähr so schnell wie eine Radeon HD 7750 arbeiten, aber natürlich spielen hier die Chiptaktfrequenz und die Speicherausstattung noch eine gehörige Rolle. Hier wird es besonders interessant, denn bei den Kaveri-Prozessoren sollen der Prozessor- und der Grafikteil erstmals gemeinsam auf den Speicher zugreifen können.


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