Intel Haswell-CPUs mit Absatz-Problemen

IntelVor gut einem Monat hat der US-amerikanische Prozessorhersteller Intel die Haswell-Mikroarchitektur offiziell vorgestellt. Zuerst erschienen Modelle für Desktops und klassische Notebooks, drei Tage danach erblickten Modelle für Ultrabooks das Licht der Öffentlichkeit. Doch das Unternehmen aus Santa Clara rastet nicht, denn mit Ivy Bridge-E, Haswell-E und dem Haswell-Refresh an Intel noch drei ganz heiße Eisen im Feuer. Der Branchenriese arbeitet aber auch fleißig an der kommenden Silvermont-Mikroarchitektur, die mit den Kabini- und Temash-Prozessoren konkurrieren soll.

Wir berichteten bereits im Mai, dass die Prozessoren auf Haswell-Basis durchaus einen schwierigen Start haben könnten. Der Hauptgrund für unsere damalige Einschätzung war der Preis des Haswell-Gesamtpakets, welches wesentlich teurer als ein Ivy-Bridge-System sein sollte.

Intel Haswell - Core-i7-Prozessor

Am heutigen Mittwoch berufen wir uns auf Digitimes.com und vermelden, dass die neuen Haswell-Prozessoren von Intel tatsächlich mit schlechten Absatzzahlen zu kämpfen haben. Die Nachfrage nach Prozessoren durch Komplettsystem-Anbieter bleibt anscheinend deutlich hinter den Erwartungen zurück. Dementsprechend verkauft der Prozessorhersteller mehr Haswell-Produkte im Einzelhandel - und zwar teilweise mit deutlichen Preisnachlässen in Höhe von 20 bis 30 US-Dollar.

Darüber hinaus rechnen die Anbieter von Komplettsystemen auch im dritten Quartal mit einer unterdurchschnittlichen Nachfrage und möchten zuerst ihre lagernden Ivy-Bridge-Prozessoren loswerden. Intel hofft, dass sich Haswell nach dem Leeren dieser Lagerbestände wesentlich besser verkaufen wird. Sollte die Nachfrage jedoch weiterhin so gering ausfallen, ist keine großartige Verbesserung in Sicht.


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