Core i7-4960X ohne Heatspreader gesichtet

IntelDer US-amerikanische Branchenriese Intel hat vor ungefähr drei Wochen seine neue Prozessorgeneration, die auf der Haswell-Mikroarchitektur basiert, offiziell vorgestellt. Zuerst erschienen lediglich Modelle für Desktops und klassische Notebooks, drei Tage danach wurden Modelle für Ultrabooks veröffentlicht. Doch das Unternehmen aus Santa Clara ruht nicht, denn mit den Ivy-Bridge-E- und den Haswell-E-Prozessoren hat Intel noch zwei ganz heiße Eisen im Feuer. Wie eine Desktop-Roadmap beweist, wird der Prozessorhersteller Ivy Bridge-E noch im dritten Quartal 2013, vermutlich zwischen dem 4. und 12. September, offiziell vorstellen.

Intel Core i7-4960X

Im chinesischen Internetforum Coolaler.com sind nun Bilder eines Core i7-4960X aufgetaucht. Bei diesem Modell handelt es sich um einen Sechskern-Prozessor, der über eine Basistaktfrequenz von 3,6 GHz und über eine Turbotaktfrequenz von 4,0 GHz verfügt. Der Ivy-Bridge-E-Ableger beherrscht Hyper-Threading und besitzt einen 15 MiB großen L3-Cache. Überdies unterstützt der Core i7-4960X DDR3-1866 und besitzt eine TDP von 130 Watt. Der Prozessor für den Sockel LGA 2011 ist Intels kommendes Flaggschiff für den gewöhnlichen Desktop-Computer.

Bis zur Sandy-Bridge-Mikroarchitektur verlötete Intel den Prozessorchip mit dem Heatspreader. Bei den ersten Ivy-Bridge-Prozessoren setzte man lediglich Wärmeleitpaste als "Spachtelmasse" ein und presste den Heatspreader auf den Prozessor. Dies führte zu einem gehörigen Temperaturanstieg, wofür Intel arg kritisiert wurde. Die ersten Produkte auf Haswell-Basis verfügen ebenfalls nur über Wärmeleitpaste, weswegen diese Prozessoren ebenfalls mit relativ hohen Temperaturen daherkommen.

Intel Core i7-4960X

Die Bilder des Core i7-4960X ohne Heatspreader belegen, dass der Prozessorhersteller bei Ivy-Bridge-E anscheinend wieder zum Lötkolben greift. Dies ist auch allzu verständlich, denn immerhin hatten die Vierkern-Prozessoren mit einer TDP von 77 Watt bereits Probleme mit dem Standard-Kühler. Die 130 Watt schweren Sechskern-Prozessoren mit einer TDP von 130 Watt würden ohne Lötzinn wohl nicht mit dem Standard-Kühler auskommen können.

Es lässt sich weiterhin ableiten, dass die Chipfläche des Ivy-Bridge-E-Prozessors bei ungefähr 310 mm² liegt. Die aktuellen Prozessoren der Sandy-Bridge-E-Generation kommen auf eine Chipfläche von 435 mm². Man sollte allerdings bedenken, dass es sich dabei eigentlich um Achtkern-Prozessoren handelt, bei denen einfach zwei Kerne deaktiviert wurden. Die Modelle auf Ivy-Bridge-E-Basis sollen hingegen native Sechskern-Prozessoren sein.


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