Optischer Datenträger mit 1.000 Terabyte

SpeichermedienIn den letzten Wochen gab es in der Welt der Halbleitertechnik einige Neuerungen. Der weltgrößte Prozessorhersteller Intel hat zum Beispiel seine Haswell-Mikroarchitektur offiziell vorgestellt, während der Konkurrent AMD seine neuen Richland-Prozessoren veröffentlicht hat. Doch auch unter den dedizierten Grafikkarten gibt es neue Produkte zu bestaunen. Der US-amerikanische Grafikspezialist Nvidia hat letzten Monat sowohl die Geforce GTX 780 als auch die Geforce GTX 770 offiziell vorgestellt. Die Geforce GTX 760 soll am kommenden Dienstag folgen.

Obwohl die optischen Laufwerke und die dazugehörigen Datenträger bereits zu großen Teilen von Flash-Speicher-Medien abgelöst wurden, wird die Entwicklung weiter vorangetrieben. Australische Forscher haben nun ein Verfahren entwickelt, mit welchem bis zu 1.000 Terabyte auf eine Disk geschrieben werden können.

Laser-Technologie - 1.000 Terabyte

Mithilfe zweier verschiedenfarbiger Laser konnte eine Disk in einer Strukturbreite von lediglich neun Nanometern beschrieben werden. Die Strukturen eines handelsüblichen DVD-Lasers sind 640 bis 650 Nanometer breit, während ein Blu-ray-Laser, der sich bereits im ultravioletten Bereich befindet, auf eine Strukturbreite von 450 Nanometern kommt. Mithilfe der neuen Technologie sind demzufolge optische Datenträger in der Größe einer DVD denkbar, welche die Petabyte-Grenze durchstoßen.

Prinzipiell lässt sich mit Licht in möglichst geringen Wellenlängen eine möglichst kleine Strukturbreite erreichen. Dank des neuen Verfahrens können optische Datenträger nun so fein beschrieben werden, wie es zuvor nur mit Elektronenstrahlen möglich war. Diese eignen sich jedoch nicht für die Massenfertigung, da sie sich nicht mit günstigen Standardbauteilen bündeln lassen und außerdem kein dreidimensionales Übereinanderlegen zulassen.

Ob es die neue Technologie allerdings jemals auf den Markt schaffen wird, bleibt ungewiss. Immerhin benötigt der Normalverbraucher in den Zeiten der Internet-Clouds keinen allzu großen Speicherplatz mehr. Auf der professionellen Ebene, zum Beispiel beim Archivieren großer Datenmengen in Datenzentralen, könnten diese 1.000-Terabyte-Disks in absehbarer Zeit aber durchaus zum Einsatz kommen.


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1 Kommentar

1.) rizawi 22.06.2013 - 19:28 Uhr
Der letzte Absatz ist gelinde gesagt ziemlich albern, denn Cloudspeicher ist so ziemlich das nutzloseste was es gibt nach optischen Medien. Wenn das Internet nicht geht kann man sich aufhängen oder wie? Oder wenn wer entscheidet das deine Daten jetzt gelöscht werden?
Was allerdings niemand braucht ist die Hyper CD, weil das grössere Problem ist nicht der Speicherplatz, sonder äquivalent die Schreibrate, die bei optischen Datenträgern einfach mikroskopisch klein ist.
Ist toll wenn ich 1PB hab, aber wenn ein Brennvorgang 48h dauert is das unpraktikabel. Davon abgesehen ist die Haltbarkeit ein ziemliches Risiko oder werden die mit 1mm Diamant überzogen?
Ganz davon abgesehen ist der Preis aktuell ein kritisches Thema, UDO, was eig. das Beste Format ist, hat sich deshalb nicht durchgesetzt zu Gunsten der äusserst nutzfreien BluRay.
Also ist nicht die Frage ob man Marktreife erlangen könnte, sondern ob den Kram iwer braucht...
Nicht alles was erfunden wird und gut klingt ist automatisch nützlich...
Ich für meinen Teil halte mehr von hamr und patterned Media im HDD Sektor als Datengrab, statt weiter die eig. längst ausgestorbenen optischen Medien zu betrauern...
Soll allerdings nicht heissen das die Forschung sinnlos ist, in irgend einem anderen Sektor kommt das sicher noch zu Nutzen, wie Unlimited Detail jetzt zum Geoscanning verwendet wird....