Neuer Supercomputer setzt auf Intel

IntelUnsere Berichterstattung in den letzten Wochen bestand zu einem großen Teil aus Meldungen über aktuelle oder zukünftige Produkte des weltgrößten Prozessorherstellers Intel. Vor gut zwei Wochen veröffentlichte das Unternehmen seine neue Haswell-Mikroarchitektur. Zuerst erschienen die Modelle für Desktops und klassische Notebooks, drei Tage später wurden die Modelle für Ultrabooks vorgestellt. Am vergangenen Samstag konnten wir mit einigen Intel-Folien aufwarten, die wahrscheinlich von einer internen Präsentation stammen und die technischen Errungenschaften von Haswell-E aufzeigen. Diese Prozessoren, die erstmals in der Geschichte des Desktop-Segments über acht Kerne verfügen werden, sollen allerdings erst im zweiten Halbjahr des kommenden Jahres erscheinen.

Tianhe-2-Supercomputer

Doch die Rechenleistung der Haswell-E-Prozessoren ist gar nichts im Vergleich zu der Rechenleistung von modernen Supercomputern. Die aktualisierte Liste der Supercomputer zeigt nun ein Intel-basiertes System auf dem ersten Rang, das über sage und schreibe 32.000 Xeon E5-2692 v2 verfügt. Bei diesem Server-Prozessor handelt es sich um einen Zwölfkerner mit einer Taktfrequenz von 2,2 GHz. Doch der Supercomputer, der in der chinesischen National University of Defense Technology genutzt wird und unter der Bezeichnung Tianhe 2 oder auch MilkyWay 2 läuft, besitzt außerdem 42.000 Xeon Phi 3100. Diese Erweiterungskarten unterstützen die Prozessoren bei komplexen Berechnungen, ähnlich wie eine Grafikkarte in einem handelsüblichen Computer.

Der Tianhe-2-Supercomputer erreicht eine Rechenleistung von 33,86 PFLOPs und liegt somit deutlich vor dem bisherigen Spitzenreiter Titan mit 17,59 PFLOPs und dem Sequioa-System mit 17,17 PFLOPs. Die zwei schnellsten europäischen Supercomputer befinden sich übrigens in Deutschland. Der JUQUEEN im Forschungszentrum in Jülich kommt mit einer Rechenleistung von 5,01 PFLOPs daher, während der SuperMUC im Leibniz-Rechenzentrum in Garching eine Rechenleistung von 2,90 PFLOPs aufweist. Beiden deutschen Systeme gehören zu den zehn schnellsten Supercomputern der Welt.


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