IBM und UMC gemeinsam mit 10-nm-Fertigung

UnternehmenIn den vergangenen Tagen konnten wir mit zahlreichen interessanten Newsmeldungen aufwarten. Den Kollegen von FlyingSuicide.net ist es zum Beispiel gelungen, einen Fehler der aktuellen AMD-Prozessoren zu umgehen, was zu einer gehörigen Steigerung der X87-Performance geführt hat. Darüber hinaus berichteten wir von diversen Problemen, die der aktuelle WHQL-Treiber von Nvidia verursachen soll. Am gestrigen Samstag konnten wir außerdem mit einigen Präsentationsfolien über die zukünftigen High-End-Prozessoren der Haswell-E-Familie aufwarten. Die Prozessoren erscheinen vermutlich im zweiten Halbjahr des kommenden Jahres und werden maximal acht Kerne besitzen.

UMC-Wafer

Der Hauptgrund für den ständigen Leistungszuwachs in der Halbleitertechnik ist das zunehmend bessere Fertigungsverfahren. Je kleiner die Strukturbreite ausfällt, desto mehr Transistoren lassen sich auf einem Chip unterbringen. Die aktuellen Grafikprozessoren von AMD und Nvidia werden in einer Strukturbreite von 28 Nanometern gefertigt, während die modernen Prozessoren von Intel sogar in einer Strukturbreite von 22 Nanometern hergestellt werden. Nächstes Jahr soll es bereits Grafikprozessoren mit einer Strukturbreite von 20 Nanometer und Prozessoren mit einer Strukturbreite von 14 Nanometern geben.

Das US-amerikanische IT-Unternehmen International Business Machines Corporation (IBM) und der chinesische Halbleiterhersteller United Microelectronics Corporation (UMC) wollen nun die Entwicklung weiter vorantreiben und gemeinsam einen Herstellungsprozess mit einer Strukturbreite von zehn Nanometern hervorbringen. Bereits im vergangenen Jahr hatten die beiden Unternehmen eine ähnliche Vereinbarung, die die Entwicklung eines Herstellungsprozesses mit einer Strukturbreite von 14 Nanometern vorsah.

Das neue Projekt basiert auf dem CMOS-Fertigungsprozess und soll neben der 10-nm-Fertigung noch die FinFET-Technologie beschleunigen. Mit konkreteren Informationen können wir leider nicht aufwarten. Wir gehen allerdings davon aus, dass es noch eine ganze Weile dauert, bis die ersten Mikroprozessoren in einer Strukturbreite von zehn Nanometern gefertigt werden.


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