OpenCL-Benchmarks der Intel Xeon Phi P5110

IntelSeitdem die Schnittstelle OpenCL im Dezember 2008 vorgestellt wurde, arbeiten die großen Prozessorhersteller AMD, Intel und Nvidia emsig an der Optimierung der eigenen Hard- und Software, damit die eigenen Produkte eine möglichst hohe OpenCL-Leistung erreichen. Da mittlerweile viele Programme von einer hohen OpenCL-Leistung profitieren, schenken die Hersteller dieser Disziplin zunehmend mehr Aufmerksamkeit. Während Nvidia das Thema noch etwas stiefmütterlich behandelt, liefern sich AMD und Intel bereits heftige Gefechte.

Vor einem Monat berichteten wir noch, dass der neue Intel-Treiber auch aktuelle AMD-Prozessoren in OpenCL-Anwendungen beschleunigt. Überdies konnten wir mit OpenCL-Benchmarks der Geforce GTX 780 aufwarten, noch bevor die Grafikkarte offiziell vorgestellt wurde. Nun hat die Internetseite CLBenchmark.com die Xeon Phi P5110 von Intel unter die Lupe genommen und erste Ergebnisse veröffentlicht.

Intel Xeon Phi

Bei der Xeon-Phi-Serie handelt es sich um eine Weiterentwicklung des sogenannten Larrabee-Projekts auf Basis der MIC-Architektur. Die Buchstaben MIC stehen in diesem Fall für "Many Integrated Core", was so viel bedeutet wie "Viele Integrierte Kerne". Diese Karten dienen hauptsächlich zur Beschleunigung einiger aufwendiger CPU-Berechnungen. Doch weil aktuelle Spielegrafikkarten den Prozessor ebenfalls unterstützen und somit im Windows-Betrieb eine ähnliche Rolle spielen, muss die Xeon-Phi-Serie von Intel für eine Daseinsberechtigung eine ganze Menge bieten.

Dem ist anscheinend nicht so, denn bis auf eine Ausnahme arbeitet die Xeon Phi P5110, Intels Flaggschiff, langsamer als aktuelle Prozessoren und Grafikkarten. Bei dieser Ausnahme handelt es sich um Tree Search. In dieser Disziplin erreicht die Beschleuniger-Karte 4.840 Punkte, während der Core i7-980X als Zweitplatzierter lediglich 3.610 Punkte erreicht.

Die Intel Xeon Phi P5110 besitzt einen 1.053 MHz schnellen Prozessor, während der 8.192 MiB große Speicher mit einer Taktfrequenz von 2.500 MHz daherkommt. Das Speicherinterface der Beschleuniger-Karte besitzt eine Breite von 512 Bit, so dass die Xeon Phi P5110 auf eine Speicherbandbreite von 320,0 GB/s kommt. Der TDP der Karte beträgt 225 Watt, obwohl sie einen 6-Pin- sowie einen 8-Pin-Stromanschluss benötigt.


Kommentar schreiben

  • Loggen Sie sich oben mit ihren Benutzerdaten ein, um Kommentare zu verfassen.
  • Falls Sie noch kein Mitglied sind, können Sie sich in unserem Forum registrieren.

0 Kommentare