AMD und Nvidia über Geforce-GTX-700-Serie

NvidiaDa das US-amerikanische Unternehmen Nvidia mittlerweile die Geforce GTX 780 und die Geforce GTX 770 offiziell vorgestellt hat, liegt der Fokus unserer Berichterstattung momentan auf den neuen Prozessor-Mikroarchitekturen, die auf der diesjährigen Computex veröffentlicht wurden. Sowohl die Intel-Haswell- als auch die AMD-Richland-Mikroarchitektur liefern einen ordentlichen Gesamteindruck und überzeugen vor allem in puncto Grafikleistung. Trotzdem gibt es auch Neuigkeiten aus der Welt der dedizierten Grafikkarten. Neulich konnten wir beispielsweise die vermeintlichen Spezifikationen der Radeon-HD-8000-Serie veröffentlichen.

Nun haben AMD und Nvidia in einem Interview mit den Kollegen von Computerbase.de Stellung zur neuen Geforce-GTX-700-Serie bezogen. Die neue Grafikkartengeneration hatte zuvor Kritik einstecken müssen, weil sie auf der Technologie der Vorgängerserie basiert. Laut Justin Walker, Product Manager Geforce bei Nvidia, sei die Bezeichnung einer Grafikkartenserie nicht notwendigerweise mit einer neuen Architektur verbunden. Die Bezeichnung werde viel eher vom Preisleistungsverhältnis repräsentiert. In der Vergangenheit habe jede neue Grafikkartengeneration die Verbesserung dieser Kennzahl sowie zusätzliche Features zum Ziel gehabt.

Devon Nekechuck, Product Manager Desktop Graphics bei AMD, stimmte seinem Kollegen grundsätzlich zu. Laut Nekechuck dürfe eine neue Grafikkartengeneration allerdings keine Features vermissen lassen. Hier spielt der AMD-Manager also darauf an, dass die Geforce-GTX-700-Serie weiterhin kein DirectX 11.1 unterstützt. Als Vergleich nennt er die neue Prozessor-Mikroarchitektur Richland, die fast identisch mit Trinity ist und trotzdem einen Generationswechsel darstellt.

Wir wollen allerdings noch anmerken, dass sowohl AMD als auch Nvidia bekannt für das sogenannte Umlabeln von Grafikkarten sind. Das jüngste Beispiel ist die Radeon-HD-8000-Serie für den OEM-Markt, bei der es sich schlicht und ergreifend um umbenannte Radeon-HD-7000-Grafikkarten handelt. Diese Vorgehensweise widerspricht den Aussagen der beiden Manager und wird weder von Justin Walker noch von Devon Nekechuck angesprochen.


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