Nvidia Geforce GTX 780 offiziell

NvidiaIn den zurückliegenden Wochen kursierten zahlreiche Gerüchte durch die Weiten des Internets, von denen ein Großteil die Geforce-GTX-700-Serie betraf. Einerseits munkelte man, dass der Verkaufspreis der Geforce GTX 780 deutlich über der 500-Euro-Marke liegen würde, andererseits gab es zahlreiche widersprüchliche Informationen über die Hardware-Spezifikationen der Grafikkarte. Doch wir berichteten nicht nur von anstehenden Produkten, sondern auch von Software-Entwicklungen, wie die Face-Render-Demo "Digital Ira" oder den Algorithmus "Position Based Fluids", der die realistische Darstellung von Wasser in die Welt der Computerspiele bringen soll. Am heutigen Donnerstag ist es endlich soweit und die Verschwiegenheitsklausel für die Geforce GTX 780 ist gefallen.

.GTX TitanGTX 780GTX 680HD 7970 GHz
GrafikchipGK110GK110GK104R1000
Transistorenca. 7,1 Mrd.ca. 7,1 Mrd.ca. 3,54 Mrd.ca. 4,31 Mrd.
Fertigung28 nm28 nm28 nm28 nm
Chipfläche551 mm²551 mm²294 mm²365 mm²
Chiptakt837 MHz863 MHz1.006 MHz1.000 MHz
Turbojajajaja
Shadereinheiten2.688 (1D)2.304 (1D)1.536 (1D)2.048 (1D)
Rechenleistung4.500 GFLOPs3.977 GFLOPs3.090 GLOPs4.096 GFLOPs
TMUs224192128128
Texelfüllrate187,5 GT/s165,7 GT/s128,8 GT/s128,0 GT/s
ROPs48483232
Pixelfüllrate40,2 GP/s41,4 GP/s32,2 GP/s32,0 GP/s
Speichermenge6 GiB GDDR53 GiB GDDR52 GiB GDDR53 GiB GDDR5
Speichertakt3.004 MHz3.004 MHz3.004 MHz3.000 MHZ
Speicherinterface384 Bit384 Bit256 Bit384 Bit
Speicherbandbreite288,4 GB/s288,4 GB/s192,3 GB/s288,0 GB/s
TDP250 Watt250 Watt195 Watt250 Watt

Wie wir bereits im Vorfeld in Erfahrung bringen konnten, handelt es sich bei der Geforce GTX 780 um eine GK110-basierte Grafikkarte mit zirka 7,1 Milliarden Transistoren. Die Grafikkarte verfügt über 2.304 Shader-, 192 Textur- und 48 Rastereinheiten sowie über ein 384 Bit breites Speicherinterface und einen 3.072 MiB großen Grafikspeicher. Der Chiptakt der Grafikkarte beträgt 863 MHz, während der Grafikspeicher mit einer Traktfrequenz von 3.004 MHz daherkommt. Die GPU-Boost-Technologie von Nvidia lässt die Taktfrequenz des Grafikprozessors in Computerspielen jedoch bis an die TDP-Grenze ansteigen. Bei den Basistaktraten kommt die Geforce GTX 780 auf eine Rechenleistung von 3.977 GFLOPs, auf eine Texelfüllrate von 165,7 GT/s, auf eine Pixelfüllrate von 41,4 GP/s und auf eine Speicherbandbreite von 288,4 GB/s. Der TDP liegt bei 250 Watt und die Grafikkarte kostet hierzulande mehr als 600 Euro.

Die ersten Tests bescheinigen der neuen Nvidia-Grafikkarte eine hervorragende Performance. In der relevanten FullHD-Auflösung liegen die Messwerte der Geforce GTX 780 zehn bis 20 Prozent Oberhalb denen der Radeon HD 7970 GHz-Edition. In höheren Auflösungen wächst dieser Vorsprung sogar noch an, so dass die Geforce GTX 780 im Surround-Betrieb fast an die beiden aktuellen Dual-GPU-Grafikkarten herankommt. Die Geforce GTX Titan ist unter allen Settings ungefähr zehn Prozent schneller als der neue GK110-Abkömmling. Darüber hinaus verfügt die Geforce GTX 780 über ein beeindruckendes OC-Potenzial, was beweist, dass in der Grafikkarte noch wesentlich mehr Leistung steckt, die Nvidia aktuell nicht benötigt.

Nvidia Geforce GTX 780

Die sonstigen Messungen der Geforce GTX 780 sind ebenfalls positiv zu bewerten. Die Leistungsaufnahme unter Last erreicht fast das Niveau der Geforce GTX Titan, liegt aber noch deutlich unterhalb des Stromverbrauchs einer Radeon HD 7970 GHz-Edition. An der Leistungsaufnahme im Windows-Betrieb gibt es nichts zu bemängeln, denn hier verbraucht die Grafikkarte fast keine Energie. Angesichts der überzeugenden Performance geht der hohe Laststromverbrauch in Ordnung. Die Geforce GTX 780, die den gleichen Kühler wie die Geforce GTX Titan verwendet, punktet übrigens auch in Bezug auf die Lautstärke. Im Windows-Betrieb ist die Grafikkarte zwar noch marginal lauter als die AMD-Produkte, bleibt aber dennoch leise. Unter Last schneidet die Grafikkarte wesentlich besser ab und kann der Radeon HD 7970 GHz-Edition und auch der Geforce GTX 680 deutlich den Rang ablaufen.

Letztendlich handelt es sich bei der Geforce GTX 780 um eine großartige Grafikkarte, die selbst im Referenzdesign kaum Schwächen aufweist. Die Performance ist hervorragend und die sonstigen Messungen gehen ebenfalls in Ordnung. Unser einziger Kritikpunkt betrifft den Preis der Grafikkarte, der für ein neues High-End-Produkt eigentlich zu hoch ausfällt. Folglich übt Nvidia keinen Druck auf den Konkurrenten AMD aus, der seine Grafikkarten nun auch ohne Preissenkungen verkaufen kann und wird. Lediglich für die Geforce GTX Titan wird es eng, denn eine Grafikkarte, die nur zehn Prozent langsamer arbeitet und stolze 250 Euro günstiger ist, sollte einen Großteil der Enthusiasten für sich gewinnen können. Für die meisten Benutzer wird es erst nächste Woche interessant, wenn die Geforce GTX 770 offiziell vorgestellt wird und sich auf einen spannenden Zweikampf mit der Radeon HD 7970 GHz-Edition einlässt.

Nvidia Geforce GTX 780 kaufen


Bei Caseking kann man die Geforce GTX 780 bereits zu einem Preis von 649,90€ kaufen.


Kommentar schreiben

  • Loggen Sie sich oben mit ihren Benutzerdaten ein, um Kommentare zu verfassen.
  • Falls Sie noch kein Mitglied sind, können Sie sich in unserem Forum registrieren.

9 Kommentare

9.) KodeX 24.05.2013 - 02:32 Uhr
Ich nutze den Advanced-Modus des UEFI und der ist beim Gigabyte GA-Z77X-UD5H sehr logisch und strukturiert aufgebaut. Ich steuere auch alles über die Tastatur, weil es einfach schneller geht. Es ist eigentlich genau wie ein BIOS, nur dass es schöner aussieht.

Dass du alles nur aus einer Generation kaufst, kann ich nachvollziehen. Das ist bei mir ähnlich.
8.) rizawi 24.05.2013 - 02:24 Uhr
Gut, das hab ich auch via OS gemacht, GPT ftw.
Ich konnte beim HardwareRAID keine Vorteile feststellen, im Gegenteil bei Datenverlust muss ich die Platte neu klonen und kann währenddessen den Rechner nicht nutzen.

Nun gut, mir wäre es jedenfalls lieber gewesen man hätte das alte Bios upgegradet, ich will nicht das mein StartOS schon ins Internet kann und iwelchen grafischen Mist anzeigt, wenn iwas mal nicht geht ist das alles Rotz. Zumal einige Hersteller es lustig finden die Optionen zu einem LSD Trip zu machen, wo ich doch heute eh alles unter Windows repsektive Linux verstellen kann, vom Fanspeed der Komponenten über den Takt bis zur Voltage, nur die CL der RAMs muss ich im Bios einstellen, der Rest ist normal "once in a lifetime"...

Um zur Grafikkarte zurück zu kommen, wenn ich mir schon ein System zusammenbaue hab ich gern alle Komponenten aus einer Generation. Sicher paranoid, aber auch oft bequemer...
7.) KodeX 24.05.2013 - 02:15 Uhr
Soweit ich weiß kann man mit einem klassischen BIOS keine Partitionen, die größer als 2000 GB sind, ohne Umwege einrichten.
6.) rizawi 24.05.2013 - 02:09 Uhr
Versteh ich nicht O.o...
Ich hab ein 8TB Raid 10 im PC und kein Uefi...

Wenn man keine 4TB HDDs verwenden könnte oder 3TB, wär ich am Arsch, ich glaub ich hab was über 20TB an Speicher mit Raid schon eingerechnet. Voll ist der allerdings auch bald wieder, ich lauf schon auf Reserve...
5.) KodeX 24.05.2013 - 00:30 Uhr
Gigabyte hatte noch gute Z68-Boards mit dem klassischen BIOS. Ich brauche allerdings unbedingt ein UEFI-System, da ich eine 4000 GB große Festplatte habe und das Schlimme ist, dass die bald voll ist.
4.) rizawi 23.05.2013 - 22:42 Uhr
Ich kann 2D eig. alles bei kranken FPS Raten spielen, gibt nur ganz wenige Spiele wie Empire Total War mit Darth Mod, die kein 4x oder höheres AA vertragen. 3D ist die Sache schon anders, da kommt die Hardware an ihre Grenzen, von daher könnte ich auch nicht sagen, das eine bessere Grafikkarte nicht lohnt und ich hab schon eine GTX580. Von niedrigeren Grafikkarten wie einer GTXx70/60 ist der Sprung dann gleich noch höher. Als Spieler sollte man überlegen was Sinn macht, ich hab jetzt z.b. die GF600 Reihe übersprungen, weil der Leistungsvorsprung den Preis von 500€ nicht rechtfertigte. Wenn ich eine GTX780 Top für 500€ kriege von ASUS, ist das schon wieder was anderes, das wäre durchaus wieder mal eine Neuanschaffung wert. Blöd das es aktuell auf dem CPU Markt nicht so doll aussieht, da bin ich mir unsicher ob es ein neues System sein muss, ganz zu schweigen von Boards mit UEFI um die man kaum noch rundrum kommt...
3.) KodeX 23.05.2013 - 20:48 Uhr
Das sehe ich nicht ganz so. Selbst mit in 1920x1200 kann ich mit meiner HD 7970 GHz-Edition zahlreiche Spiele nicht in höchstmöglichen Einstellungen spielen. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass einige User mit größeren Monitoren oder sogar mit drei Monitoren spielen, dann sind stärkere Single-GPU-Grafikkarten sehr notwendig.
2.) WilliWuff 23.05.2013 - 20:22 Uhr
Bestimmt eine gute Grafikkarte nur im Moment von mir nicht benötigt, und für mich auch schwer vorstellbar das sie eine großen Absatzmarkt findet. Dafür müssten einfach mehr Spiele im Angebot sein welche diese Karte fordert. Aber leider werden immer mehr Spiele für die Konsolen entwickelt.
1.) rizawi 23.05.2013 - 18:34 Uhr
Was den Preis angeht:
Hardwareschotte

Bevor jetzt jemand mit 650€ ankommt, es ist Release, es gibt kaum andere Angebote, da setzen die erst mal die UVP an, in nem Monat kriegt man ne GTX780 Top Edition genau so für 500€ wie immer...