2012: ARM-Marktführer überholen AMD

ProzessorenDer US-amerikanische Prozessorhersteller AMD, der eventuell demnächst von Intel aufgekauft wird, kann auch mit positiven Nachrichten aufwarten.
Namhafte Notebookhersteller wie Acer und Hewlett-Packard verbauen AMDs neue SoC-Prozessoren in ihren Produkten, die neuen Richland-APUs werden zeitgleich mit den Haswell-Prozessoren von Intel zur diesjährigen Computex Anfang Juni erscheinen und dennoch: Die Prozessorsparte fährt regelmäßig einen Verlust ein.

Im Grafikgeschäft sieht es für AMD deutlich besser aus, weswegen das Unternehmen die Entwicklung weiter vorantreibt und unter Hochdruck an den ersten Grafikprozessoren, die in einer Strukturbreite von 20 Nanometern gefertigt werden, arbeitet. Außerdem hat AMD das beliebte Never-Settle-Reloaded-Spielebundle erweitert, um auf die Vorstellung der Geforce-GTX-700-Serie von Nvidia vorbereitet zu sein.

UnternehmenUmsatzMarktanteilWachstum
Intel36.892 Mio. $65,3 %-1 %
Qualcomm5.322 Mio. $9,4 %28 %
Samsung inkl. Apple4.664 Mio. $8,2 %78 %
AMD3.605 Mio. $6,4 %-21 %
Freescale1.070 Mio. $1,9 %-12 %
Nvidia764 Mio. $1,4 %29 %
Texas Instruments565 Mio. $1,0 %11 %
ST-Ericsson540 Mio. $1,0 %-18 %
Broadcom345 Mio. $0,6 %17 %
Mediatek325 Mio. $0,6 %16 %
sonstige2.408 Mio. $4,3 %k. A.

Wie schlecht es AMDs Prozessorsparte jedoch geht, zeigen die Schätzungen der Beratungsfirma IC Insights, wonach die Hersteller Qualcomm und Samsung den x86-Prozessorhersteller überholt haben sollen. Demnach sollen Qualcomm und die Prozessorabteilung von Samsung, die beide ARM-basierte Prozessoren herstellen, im Kalenderjahr 2012 sowohl einen höheren Umsatz erzielt als auch einen höheren Marktanteil besessen haben.

Unangefochtener Spitzenreiter ist natürlich wie gehabt Intel mit einem Umsatz von 36,9 Milliarden US-Dollar und einem Marktanteil von 65,3 Prozent. Danach kommen Qualcomm und Samsung mit Umsätzen von 5,3 beziehungsweise 4,7 Milliarden US-Dollar und Marktanteilen von 9,4 respektive 8,2 Prozent. Erst an vierter Stelle kommt das Unternehmen AMD, das einen Umsatz von 3,6 Milliarden US-Dollar erzielen konnte und einen Marktanteil von 6,4 Prozent aufweist. Danach folgen Freescale, Nvidia, Texas Instruments, ST-Ericsson, Broadcom, Mediatek und zahlreiche sonstige Unternehmen, die allesamt deutlich weniger umsetzen.

Somit hat AMDs Prozessorsparte im vergangenen Jahr 21 Prozent weniger umgesetzt als noch 2011 und ist folglich hauptverantwortlich für die finanziellen Verluste der US-Amerikaner. Qualcomms Umsatz ist um 28 Prozent gestiegen, während Samsung stolze 78 Prozent mehr umsetzen konnte. Für den gigantischen Anstieg der Südkoreaner ist vor allem der Belieferungsvertrag mit Apple verantwortlich. Nvidias Prozessorumsatz ist übrigens auch um 29 Prozent gestiegen, aber noch hat das Unternehmen einen sehr geringen Marktanteil und kann noch nicht auf die oberen Ränge vorstoßen.


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1 Kommentar

1.) rizawi 23.05.2013 - 02:42 Uhr
kein wirkliches Wunder, bei dem was AMD seit 2011 so liefert, wüsste nicht was nach der X4 900BE Reihe kam, was noch Sinn macht Geld auszugeben.