Microsoft stellt neue Xbox „Xbox One“ vor

MicrosoftMicrosoft hat vor wenigen Stunden im Headquarter in Redmond die dritte Xbox-Generation offiziell vorgestellt. Die erste Überraschung gab es schon beim Namen: Auf Xbox und Xbox 360 folgt nicht, wie von vielen vorab vermutet, Xbox 720, Xbox 8 oder auch Xbox Infinity, sondern schlicht Xbox One. Und so wird die neue Xbox One dann auch umworben: Als "All in One Home Entertainment System".

Xbox One

Bevor wir auf die Konsole als solche näher eingehen, soll der Blick auf die technischen Spezifikationen der Xbox One gerichtet sein. Hier hatte Sonys Playstation 4 mit acht AMD Jaguar-Kernen und 8 GiB RAM bereits gut vorgelegt. Für die Xbox One waren ähnliche Spezifikationen prognostiziert worden und diese scheinen sich auch zu bestätigen; offiziell ist von acht x86-Kernen sowie 8 GiB RAM die Rede. Features wie USB 3.0 und 802.11n-WLAN müssen der Vollständigkeit halber auch genannt werden, finden aber ebenso auch wieder in der Playstation 4 Verwendung.
Ob bei Xbox One auch AMD Jaguar-Kerne zum Einsatz kommen, ist noch nicht ganz sicher. Da allerdings vorab mehrfach berichtet wurde, dass auch hier AMD den Vorzug vor Intel und Nvidia erhalten haben soll, kann man sich dessen fast schon sicher sein. Somit würden sich die beiden großen Konsolen - zumindest schon mal technisch - vollkommen auf Augenhöhe begegnen.

Xbox One-Technik

Und mit diesem Wissen im Rücken hat man sich in Redmond viel rundherum um die neue Xbox One ausdenken müssen. Das Schlagwort heißt hier Interaktion mit dem Nutzer. So wird die schon mit der Xbox 360 eingeführte Gesten- und Sprachsteuerung Kincet beispielsweise mit jeder Xbox One ausgeliefert werden - natürlich in einer Neuauflage. Der Befehl "Xbox on" genügt dabei, um die Xbox One in nur wenigen Sekunden aufzuwecken. Genauere Angaben wie "Watch TV", "Play Music" oder "Snap Mode" werden daraufhin umgehend angenommen. Damit bestätigen sich die Gerüchte, dass die neue Xbox permanent an und einsatzbereit ist.

Zu letzterem Befehl "Snap Mode": Hier hinter versteckt sich die Möglichkeit, mehrere Xbox One-Funktionen parallel zu betreiben wie etwa das Ansehen einer TV-Sendung und ein Skype-Telefonat. Skype ist übrigens ebenso schon auf jeder Xbox One vorinstalliert und fester Bestandteil des All in One Home Entertainment Systems.
Es stehen darüber hinaus viele weitere Online-Funktion der Xbox One zur Verfügung. Microsoft bündelt diese unter dem Namen Xbox Live. Darunter fasst man auch die neuen Cloud-Funktionen der Xbox One: Künftig wird es möglich sein, Fotos, Musik-Titel, Videos und auch Spielstände online abzulegen und von überall abzurufen.

Xbox One-Controller

Zuletzt zum neuen Xbox One-Controller: Bei der Playstation 4-Präsentation wurde diesem besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Auch Microsoft prahlt mit angeblich 40 neuen Controller-Innovationen. Vorab verriet Microsoft zwei davon: Zum einen vibrierende Tasten und zum anderen ein überarbeitetes Steuerkreuz. Alle sollen für ein intensiveres und realistischeres Spielerlebnis sorgen.

Weniger gute Nachrichten gibt es einzig und allein in Bezug auf die Abwärtskompatiblität zu berichten. Microsoft steht hier vor einem ähnlichen Problem wie Sony. Durch den Wechsel der PC-Architekturen ist eine Abwärtskompatiblität nicht ohne weiteres möglich. Während allerdings Sony für die Playstation 4 angekündigt hat, mittels Streaming-Dienste Abwärtskompatiblität zu gewährleisten, gibt es von Microsoft bislang keine Ankündigung zur Xbox One. Sowieso scheint Microsoft eine andere Strategie als Sony zu fahren: Man will nach eigenen Angaben die Xbox 360 noch parallel zur neuen Xbox One weiter vertreiben und gar auf der kommenden E3 im Juni für die Xbox 360 Neues verraten.

Die E3 scheint dieses Jahr so oder so der große Showdown der Konsolen zu werden: Neben Neuigkeiten zur Xbox 360 wird es nämlich in erster Linie Neues zur Playstation 4 und eben auch Xbox One geben. Bis dahin könnte sich auch geklärt haben, wann die Konsolen ausgeliefert werden. Wie könnte es anders sein, spricht man nämlich auch hier "einheitlich" von diesem Jahr, ohne den Zeitraum genauer einzugrenzen.

Xbox One

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6 Kommentare

6.) rizawi 23.05.2013 - 22:59 Uhr
Ebend, darauf bezog sich der Kommentar, das die in realen Spielen dann sicher wieder deaktiviert werden muss, wie bei der PS3 als sie noch PhysX hatte.
Von Spielen die Havok ordentlich einsetzen hab ich bei den Vorgängerkonsolen auch nie was gehört, in bekannten Titeln sind das einfach nur Standardscripts, aber das ich mal wie in Mafia 2 richtig Sachen zerfetzen konnte, selten. Wenn sieht es wie in BF3 extrem künstlich aus.
Bisher überschlagen sich die News jedenfalls mit Infos zur Hardware, aber was am Ende wirklich die Leistung ist verrät noch keiner, Sony pocht auf ihren GDDR5 RAM und MS will einen GamingTalkingShitstormTV verkaufen, was die Grafik am Ende leistet steht aber noch in den Sternen.
Nur das Gezeter viele User ist grad gross, weil ausserhalb Amerikas ist vieles nicht so relevant, die Spionage wird immer krasser, etc.
Die können mir 10 mal erzählen was die Hardware jetzt kann, da brauch ich die nicht dazu. Der Punkt ist, das sind Einzelvariablen. Am Ende haben sich alle Bereiche weiter entwickelt und wenn man mit einer HD7600 aktuelle Grafik will, muss man iwas anderes in 1 2 Jahren wieder abschalten, das ist als erstes immer Weitsicht, dann Physik, dann Detailgrad, etc.
Bei Havok kommt noch dazu das es nach wie vor Prozessorlastig ist, wenn da nicht was neues entwickelt wurde, da haben beide Konsolen nichts gescheites vozuweisen. Ich frag mich was diesmal als erstes dran glauben muss O.o...
5.) Luk Luk 23.05.2013 - 19:28 Uhr
Es ging hier mehr darum, dass die Xbox One auch massive Physikberechnungen durchführen kann, ohne ein Nvidia-Objekt oder Physx zu haben, nicht, ob Nvidia das nicht auch könnte.
4.) rizawi 23.05.2013 - 18:30 Uhr
Ich behaupte mal das kann PhysX auch, die Frage ist was es kosten wird. Vermutlich wird es das Selbe wie mit Mafia 2, egal was man für Physik verbaut, um ein gescheites Grafiklevel im Rest des Spiels zu erreichen, muss man sie demontieren. Zeigt auch die Demo, selbst in diesem Furzpopligen Areal, ist die Grafik mega hässlich und sind die Objekte nur Standard. Mit aktivierter Tesselation, HDR, SSAA, etc., sind wir wieder bei 64 bis 128k Objekten, genau womit auch Nvidia wirbt...
3.) Luk Luk 23.05.2013 - 13:59 Uhr
Wieso Physx? Auf der PS4 Demo wurde eine verbesserte Version der Havok Physics Engine gezeigt, die Physx um Längen überlegen ist.

Siehe hier: http://www.youtube.com/watch?v=zPnwmsTokso
2.) Mr.Smith 23.05.2013 - 04:55 Uhr
Ich hätte mir trotzdem gewünscht das eine Nvida GPU in den neuen Konsolen stecken würde.Alleine PhysX wäre eine Augenweide gewesen auf ein geilen TV.Dazu ein guten Intel Cpu und Fertig wäre eine geile Konsole gewesen.Aber naja.Warum AMD den vorzug bekam,weiss keiner so genau ausser Vermutungen.

Hauptsache die neuen Games werden in Zukunft besser laufen auf ein PC durch x86 :-)
1.) VinD 22.05.2013 - 13:47 Uhr
Ich finde das Gesamtkonzept gelungen. Auf vielen Seiten wird sich über das Design beschwert, allerdings muss diese Konsole auch normale TV und PC-User ansprechen. Die Xbox One ist im Prinzip ein Mac von Microsoft, ausgelegt auf die volle Digitale "Unterhaltungsbreite" und nichtmehr nur eine Spielekonsole, die viele erwartet haben.