AMD Richland erscheint zur Computex

AMDDer kalifornische Chiphersteller AMD, der schon seit langer Zeit finanziell angeschlagen ist und demnächst eventuell von Intel aufgekauft wird, sorgte in den vergangenen Wochen durchaus für positive Schlagzeilen. Die bekannten Notebookhersteller Acer und Hewlett-Packard verbauen AMDs neue SoC-Prozessoren in einigen neuen Modellen. Des Weiteren gibt es in der Grafikkarten-Sparte einiges zu berichten, denn inzwischen ist die Radeon HD 8970M, das neue Flaggschiff unter den mobilen AMD-Grafikkarten, vorgestellt worden und möglicherweise arbeitet das Unternehmen schon unter Hochdruck an der ersten Radeon-Generation, die in einer Strukturbreite von 20 Nanometern gefertigt wird. Nun ist bekannt geworden, dass AMDs neue Richland-Prozessoren offenbar zeitgleich mit Intel Haswell auf der diesjährigen Computex Anfang Juni offiziell vorgestellt werden.

AMD Richland Folie

Dies berichtet zumindest die Internetseite Chiploco.com aus angelblich verlässlicher Quelle. Zum Start sollen fünf Richland-APUs erscheinen. Das Flaggschiff, namentlich A10-6800K, besitzt die integrierte Grafikeinheit Radeon HD 8670D und verfügt über zwei Module mit insgesamt vier Integerkernen, die mit einer Taktfrequenz von maximal 4,4 GHz daherkommen. Bei dem A10-6700 handelt es sich ebenfalls um einen Zweimoduler mit einer Radeon HD 8670D und mit einer Taktfrequenz von bis zu 4,3 GHz. Die Prozessoren A8-6600K und A8-6500 beinhalten ebenfalls zwei Module und verfügen über eine maximale Taktfrequenz von 4,2 beziehungsweise 4,1 GHz, allerdings kommen sie mit einer schwächeren Grafikeinheit, namentlich Radeon HD 8570D, daher. Der A6-6400K besitzt lediglich ein Modul mit zwei 4,1 GHz schnellen Integerkernen sowie die integrierte Grafikeinheit Radeon HD 8470D.

In der Folie, die offensichtlich aus dem AMD-Marketing stammt, werden die kommenden Richland-Prozessoren mit den Konkurrenzprodukten aus dem Hause Intel verglichen. Bei den aufgezeigten Benchmarks handelt es sich allerdings um Grafiktests (Basemark CL Performance, 3DMark Fire Strike), weswegen die AMD-Produkte wesentlich stärker abschneiden als die Intel-Prozessoren. Aus der Folie geht also hervor, dass ein 142 US-Dollar teurer AMD A10-6800K einen 195 US-Dollar teuren Intel Core i5-3470 um das Dreifache überlegen ist. Das trifft natürlich höchstens auf die integrierte Grafikeinheit zu, aber so funktioniert Marketing.

Der A10-6800K soll, wie bereits erwähnt, 142 US-Dollar kosten, während der A10-6700 für 122 US-Dollar, der A8-6600K für 112 US-Dollar, der A8-6500 für 91 US-Dollar und der A6-6400K für 69 US-Dollar den Besitzer wechseln sollen. Die APUs mit dem Kürzel "K" am Ende der Produktbezeichnung verfügen über einen nach oben offenen Multiplikator


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1 Kommentar

1.) rizawi 18.05.2013 - 01:34 Uhr
wäre es nun von Vorteil, wenn man die GPU von AMD zu was sinnvollem verwenden könnten. Da eine AMD Grafikkarte als Hauptgraka nur im Notfall in Frage kommt, ist das ein ziemlicher Balast. Allerdings könnten die hohen Taktraten, wenn die Leistung je Hz stimmt, sich positiv auswirken und damit für Gamer die keine 500€ für Mainboard+CPU ausgeben wollen interessant werden sowie für Low Budget Office/MediaPCs, denen die integrierte Grafik reicht. AMD kann jedenfalls nur noch retten das diese CPUs vor dem Verkaufsdeal erscheinen und seit AM3 mal wieder was bringen O.o...

Seltsamerweise hab ich so ein ungutes Gefühl in der Magengegend, das diese Folie Fake ist, entweder von AMD oder wem anders für AMD, um deren Preis hoch zu treiben bei kommenden Verhandlungen. Würde heissen die Produkte gibt es in der Form nicht mit diesen Spezifikationen, man blufft nur...
Wie ich drauf komme? Die bluffen mir zu hoch :D ...