AMD veröffentlicht Arbeitsspeicher für Gamer

AMDFür den US-amerikanischen Chipentwickler AMD sieht es in letzter Zeit nicht allzu gut aus. Obwohl die Grafiksparte nach wie vor einen kleinen Gewinn abwirft und AMD die Entwicklung dementsprechend vorantreibt, fährt das gesamte Unternehmen fast in jedem Quartal einen gehörigen Verlust ein - kein Wunder, dass sich die Übernahmegerüchte häufen. Vor einer Woche berichteten wir noch, dass sogar Intel an einem Kauf interessiert sei und dass das wegen des aufkommenden Smartphone- und Tablet-Geschäfts sogar kartellrechtlich bedenkenlos wäre. Um sich ein weiteres Standbein aufzubauen, präsentierte AMD vor knapp zwei Jahren den ersten Radeon-Arbeitsspeicher.

AMD Radeon RG2133


Nun können wir vermelden, dass AMD sich gezielt an die Gamer-Gemeinde richtet und neuen DDR3-Arbeitsspeicher mit Heatspreader und einer effektiven Taktfrequenz von 2.133 MHz auf den Markt bringt. Die Serie läuft unter der Bezeichnung Radeon RG2133 und steht in verschiedenen Kits zur Verfügung. Das größte Dual-Channel-Kit fasst insgesamt 16 GiB, während das größte Quad-Channel-Kit eine Kapazität von stolzen 32 GiB besitzt. Die Speicherlatenzen betragen 10-11-11-30 bei einer Spannung von 1,65 Volt und zusätzlich unterstützt der Arbeitsspeicher die AMP- und XMP-Technologie.

Überdies bietet AMD zum Verkaufsstart eine 64-GiB-Version gemeinsam mit der kostenlosen Software Radeon RAMDisk an, mit der man überflüssigen Arbeitsspeicher als superschnelle Windows-Partition nutzen kann. Aktuell verkauft das Unternehmen den Arbeitsspeicher ausschließlich in den USA. Wir können leider nicht mit Gewissheit berichten, ob der Radeon-Arbeitsspeicher jemals den deutschen Markt erreichen wird.


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4 Kommentare

4.) lordZ 13.05.2013 - 16:17 Uhr
Da sich der verwendete RAM bei der aktuellen Hardware nur im messbaren, aber nicht im spürbaren Bereich auswirkt, kauft man RAM derzeit ja nach dem billigsten Preis und nicht nach den Specs. Und der Preiskampf der einzelnen Hersteller ist derzeit schon dermaßen hart (8GB KIT um 45€ oder 46€ oder 47€...) dass es mich schon wundert, wie man in dieses Geschäft derzeit freiwillig einsteigen kann. Lässt sich da tatsächlich ein Gewinn und nicht nur Umsatz mit machen?
3.) rizawi 11.05.2013 - 23:39 Uhr
Auch wahr, so lang es einer kauft :p ...
Mein Post sagt ja nur aus, das man für den Preis bessere Deals machen kann, wenn man tatsächlich versucht die Leistung zu optimieren als 16GB oder gar mehr RAM zu verbauen und dann auch noch so was, was mit übelsten Frequenzen wirbt^^.
Was ich in dem Zug noch erwähnen würde: Sicher kann man Vorteile von besseren RAMs messen, aber das Bemerken halte ich für eine ziemliche Einbildung^^. Wenn ich z.b. eine Software starte die sich hauptsächlich mit CPU/RAM beschäftigt wie VLC, Opera, etc. dann hab ich in Einstellungen, die bei heutiger Hardware überhaupt noch auffällig sind, wie 2 300 Tabs oder Videos mit mehr als 1920x1080 eher generell Probleme als das ich sagen könnte: oh, der RAM puffert nicht schnell genug...
Die Startzeiten sind so inkonstant, das ich mich nicht mal drüber äussern wöllte welche Hardware da was zu melden hat, da würd ich eher sagen: Windows und seine Schleifen :P ...
Das mit dem Quatsch bezog sich nicht auf den Bericht, eher schon auf das Produkt: Gamer RAM, ist fast so schön wie ein Gamernotebook :D ...
2.) KodeX 11.05.2013 - 17:43 Uhr
Du hast schon recht, wenn du sagst, dass sich teurer Arbeitsspeicher nicht wirklich lohnt, aber dafür kann AMD doch nichts. Es ist doch nicht verwerflich, DDR3-2133 im der Produktpalette zu haben.
1.) rizawi 11.05.2013 - 17:15 Uhr
ein Quatsch :D ... Ich hab DDR3 RAM mit 1600Mhz und ner Latenz von 7-7-7-20, der hat ne niedrigere CAS als der Billigspiddel und 8GB reichen selbst für extremes Multitasking. Wenn mir jemand erzählt das er an die Limits der Transferraten kommt, will ich mal sehen womit :P ...
RAM-Disk ist eh nur was für Trottel. Ich hab das als Versuch getestet in verschiedenen Einstellungen und nur als kleiner Tip: Das System muss bei jedem Start in den RAM geladen werden.
Fazit: man braucht dann eine SSD die über PCI-E angeschlossen ist und dann braucht man keine RAM-Disk mehr(sonst bootet Windows gut und gerne 3-5min).
Eine ordentliche SSD über Sata3 ist billiger und bringt bessere Gesamtergebnisse, wenn man gleich davon bootet. Eine RAM-Disk muss nämlich auch gewartet werden, man kann nichts drauf installieren ohne die vhd normal zu starten und die Spiele liegen trotzdem auf der normalen Platte, jedes Windowsupdate is ein Krampf. Erklär z.b. erst mal Windows 7, das es die Savegames gefälligst nicht auf C lagert. Und von den 5 Möglichkeiten die es da gibt bitte für alle, weil C ist im RAM und bei Reboot weg :D ...

Übrigens, logisch das eine APU mit OC RAM mehr FPS bringt, is ja der VRAM, allerdings ist das keine Gamingsituation im klassischen Sinne, wer auf ner Oboardgrafik zockt wird wohl einen Scheiss auf den RAM geben und auf die FPS damit. Ob Tetris nur 200 oder 300 FPS hat, erhöht den Score auch nicht...

Newegg bietet die Teile jedenfalls für 155$ an, das sind 120€ und ich prophezeihe einen Startpreis von so 130-140€ für Europa, das ist für 4x4GB kein Geschäft. Die 32 und 64GB Version gibt es scheinbar noch nicht.
Ich würde gern mal einen Benchmark sehen, was 16GB von AMD bei 2133Mhz gegen 8/16GB OC RAM bringen mit dem Standardtakt von 1600Mhz, vermutlich nicht viel, sonst würden die Configs bei Aida weiter oben stehen :D ...
Was die alle mit diesen Wahnsinnstaktraten haben kann vermutlich sowieso keiner erklären, aber ein Hoch auf die Ingenieure, die mit solchen Signalen noch arbeiten können, ein Rechteck ist das jedenfalls nur noch mit extrem viel Phantasie :p ...