AMD liefert "Kabini" aus

AMDErst vor kurzem musste AMD verheerende Quartalszahlen bekannt geben - das Unternehmen musste einen Umsatzrückgang von 31 Prozent hinnehmen - und damit die desaströse Lage auf dem CPU-Markt zugeben. Doch neue Produkte wie die mobilen Quadcore-Prozessoren "Kabini" sollen das Geschäft wieder auf Kurs bringen.

Kabini soll für besonders schmale Notebooks, Ultrabook dürfen solche Geräte ja nur mit Intel-Innenleben genannt werden, vorgesehen sein. Der SoC nutzt dabei vier Jaguar-Prozessorkerne und eine GCN-Grafikeinheit. Auf der gleichen Architektur basieren auch die für Tablets vorgesehenen Temesh-APUs, im Gegensatz zu Kabini soll Temesh aber noch einmal deutlich weniger Energie benötigen. Dabei sieht es beim Energiebedarf für Kabini durchaus gut aus: zwischen 9 und 25 Watt soll die TDP je nach Modell liegen. Die 9 Watt gelten dabei allerdings nur für die Einstiegsmodelle mit nur zwei Rechenkernen. Nur etwa 4 Watt hingegen sollen die Low-Voltage-Ableger Temesh aufnehmen, was den Einsatz in Tablets überhaupt erst ermöglicht.

AMDs Temesh ist die Low-Power-Version von Kabini


AMDs CEO Rory Read sieht sich mit den APUs gut aufgestellt, spricht von der "breitesten Auswahl an mobilen Prozessoren in der Geschichte von AMD". Es bleibt für das Unternehmen zu hoffen, dass sich die Auswahl auch positiv auf die Verkaufszahlen auswirkt - bislang sind noch keine Notebooks mit Kabini-Innenleben angekündigt, von Temesh-Tablets ganz zu schweigen.

Zusätzlich soll aber der Markt für Spielekonsolen die Ergebnisse von AMD aufpolieren. Sony gab unlängst bekannt, dass in der Playstation 4 ein aus zwei Kabini bestehender Quadcore-Prozessor seinen Dienst verrichtet. Und auch für Microsofts kommende XBox ist ein AMD-Prozessor im Gespräch. Nintendo hat sich immerhin für eine AMD-Grafiklösung entschieden, setzt bei der CPU aber weiterhin auf IBMs etwas angestaubten PowerPC. Ein fünftel des kommenden Prozessorumsatzes von AMD soll in den kommenden Jahren mit Konsolen eingenommen werden.


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