Computex: ATI auf nVidias Spuren

MessenNach fünf spannenden Tagen hat gestern die Computex - das asiatische Pendant zur CeBIT - seine Pforten geschlossen. Obwohl die großen Überraschungen - wie erwartet - ausblieben, konnte vor allem ATI einen Großteil der Aufmerksamkeit auf sich lenken, was vor allem an der Vorstellung der Boundless Gaming Technologie lag, die auf reges Interesse der Presse gestoßen ist. Aber auch abseits der physikalischen Hardware-Beschleunigung gab es interessante Neuigkeiten von den Kanadiern zu erfahren. So konnten die Kollegen von VR-Zone der in Toronto ansässigen Firma entlocken, dass sowohl der RV560 als auch der RV570 (aka Radeon X1700) im Gegensatz zu den bisherigen Modellen über eine integrierte "Compositin Engine" verfügen werden. Konkret bedeutet dies, dass der von vielen "verhasste" Dongle und das Master-Karten Konzept nun endgültig der Vergangenheit angehören werden. Als Ersatz wird dafür aber eine interne Bridge zum Einsatz kommen, die sehr stark an nVidias SLI-Lösung erinnert.

Eine nette Anekdote am Rande ist, dass ATI stets den Bridge-Ansatz der Kalifornier "verteufelt" hat, um nun selber die Lösung zu adaptieren. Natürlich war den Kanadiern von Anfang an klar, dass die interne Verkablung mehr Vorteile als Nachteile besitzt, aber aus uns unbekannten Gründen hat man sich damals für den Dongle entschieden. Nun, da man technisch soweit zu sein scheint, wird der "Brückenschlag" spätestens im Frühherbst stattfinden. Dabei wird interessant zu sehen sein, wie ATIs Marketing den Wechsel von "außen nach innen" glaubhaft bewerkstelligen will, ohne dabei das Gesicht zu verlieren.


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