CeBIT: OCZ zeigt Vector PCIe und ZD-XL SSD

FestplatteOCZ, eine Marke, die zweifelsfrei einen starken Wandel durchmacht. Vor wenigen Jahren noch vor allem als Hersteller von Arbeitsspeicher, USB-Sticks und irgendwann auch Netzteilen bekannt, hat man sich nun vollkommen auf SSDs spezialisiert und drängt immer mehr in den Unternehmensbereich (B2B). 2011/Anfang 2012 hatte man mit teils hohen Ausfallraten aufgrund minderwertiger Komponenten im Endkundenbereich und mit Firmware-Problemen (BSOD) zu kämpfen – zweifelsohne ein Image-Schaden.

Mittlerweile ist es jedoch recht ruhig um das Thema geworden, große Konkurrenten mit eigener Produktion wie Samsung und SanDisk haben jedoch auch einen großen Teil vom Markt in Beschlag. Dementsprechend orientiert man sich nun eher an Nischen und den noch weniger umkämpften Business-Bereich. Ein Neuling ist die Vector PCIe SSD. Zwei Indilinx Barefoot 3-Controller sorgen für bis zu 1.000 MByte/s Transferrate und 140.000 IOPS – unter welchen Bedingungen diese Werte erreicht werden, sagt man leider nicht.

OCZ Vector PCIe SSD

Auf dem Messestand war ein Prototyp mit 480 GByte zu sehen und erreichte unter ATTO knapp 1.060 MByte/s. Für das Testprogramm AS SSD gibt man aktuell 1.819 Punkte an und damit gute 20 Prozent mehr als die aktuelle OCZ Revo3, ebenfalls auf PCIe-Basis, erreicht. Trotz der beiden Controller arbeitet man formell nicht im RAID, sondern steuert beide Speicherbereiche gemeinsam an und unterstützt auch TRIM sowie SMART.

OCZ ZD-XL 'SQL Accelerator'

Mit der ZD-XL SSD, auch SQL Accelerator genannt, orientiert man sich vollkommen an professionelle Anwender im Server-Bereich. Wie zu erwarten, ist die SSD für den Einsatz in SQL-Datenbanken hin entwickelt worden und soll sich auch in bestehende Systeme einfach integrieren lassen. Die SSD kann als Caching-Lösung für via SAN oder DAS angebundene Datenbanken fungieren, temporäre Datenbanken und die Spalten-Indizes beherbergen. Die Leistung soll sich um bis zu Faktor 25 erhöhen lassen. Einen Starttermin gibt es noch nicht, interessierte Kunden können sich jedoch demnächst für ein Beta-Programm bewerben.

Mit OCZ VXL bietet man eine Software, die im Unternehmensbereich mit vielen Thin- und Zero-Clients zum Einsatz kommen kann. Gemeint sind Arbeitsplatzrechner, welche praktisch nur noch die Maus- und Tastatureingaben aufnehmen und das Bild auf den Monitor ausgeben – der eigentliche „PC“ ist eine virtuelle Maschine (VM) auf einem Server. Der Vorteil liegt bei weniger Wartungsaufwand und einem stark verringerten Stromverbrauch, da VMs kleiner dimensioniert werden müssen.

Zu Stoßzeiten (z.B. Arbeitsbeginn zwischen 7 und 9 Uhr) kann die kleinere Dimensionierung jedoch zu Engpässen führen – hier setzt OCZ VXL an. Als Cache wird in jedem Server-Node eine SSD installiert und kann variabel aufgeteilt werden. Die Software kann dabei mit verschiedenen Ereignissen auf die Lastszenarien programmiert werden und cached so am Morgen beispielsweise das OS und Anwendungen für die VMs, zur Nacht die Teile der Datenbank, die für Aktualisierungen zur Verfügung stehen müssen, und am Wochenende gegebenenfalls weitere Daten für routinemäßige Aufgaben – und „lernt“ darüber hinaus über die Zeit mit.


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