AMD TressFX für realistische Haare in Spielen

AMDUnter dem Namen TressFX führt AMD eine neue Technologie für realistische Haare in Spielen ein. Schon gestern sorgte AMD mit einem Shampooflaschen-Werbebanner für reichlich Gesprächsstoff. Jetzt ist das Geheimnis gelüftet: TressFX kommt erstmals beim neuen Tomb Raider-Titel zum Einsatz. Protagonistin Lara Croft erhält mittels TressFX eine noch nie in Spielen gesehene Haarpracht.

TressFX bedient sich Microsofts Direct Compute-Schnittstelle, die im Zuge von DirectX 11 eingeführt wurde. Somit ist eine DirectX 11-Grafikkarte für TressFX verbindlich.
Aber was genau macht die Technologie nun so besonders? Mithilfe der Sortiermethode OIT (Ordner-Independent Transparency) kann sie rasend schnell Haare sortieren, sofern diese nicht durch andere Objekte verdeckt werden. Dadurch konnte man die Qualität erheblich steigern, ohne den Grafikprozessor allzu sehr ins Schwitzen zu bringen. Die Folge: Beinahe fotorealistisches Haar.

AMD TressFX: Lara Croft (5 Bilder)
AMD TressFX: Lara Croft

Erstmals in Augenschein kann man die neue Technologie beim neuen Tomb Raider nehmen. Zusammen mit Crystal Dynamics hat AMD Lara Croft eine in Spielen bislang unvergleichliche Haarpracht verschafft, die fast den Übergang zum Realismus meistert. Erste Bilder geben einen Vorgeschmack, wenngleich besonders die Haare in Bewegung sehr realistisch wirken sollen. Möglich ist dies, da AMD jede einzelne Haarsträhne zu einem eigenen Objekt zusammengefasst hat, das wiederum aus mehreren Haaren besteht. Insgesamt sollen auf Lara Crofts Haupt Tausende von Strähnen zum Einsatz kommen.

Theoretisch funktioniert die Technologie auch auf Nvidia- oder Intel-Grafikkarten, allerdings ist aufgrund der engen Zusammenarbeit zwischen AMD und Crystal Dynamics stark davon auszugehen, dass dies nur mit merklichen Leistungseinbußen möglich ist. Sowieso hat AMD bei der Präsentation betont, dass besonders die aktuelle CGN-Architektur der HD 7000-Serie mit TressFX harmoniert. An dieser Stelle muss man auf erste Benchmark-Ergebnisse warten.

Fest steht aber, dass AMD mit TressFX eine Technologie entwickelt hat, die Haaren in Spielen beinahe Fotorealismus einhaucht. Diesen Schritt begrüßen wir sehr, schließlich bringt er uns ein Stück weiter zu fotorealistischen Spielen, die schon seit Jahrzehnten ein Traum vieler Gamer sind.


Kommentar schreiben

  • Loggen Sie sich oben mit ihren Benutzerdaten ein, um Kommentare zu verfassen.
  • Falls Sie noch kein Mitglied sind, können Sie sich in unserem Forum registrieren.

3 Kommentare

3.) rizawi 27.02.2013 - 09:20 Uhr
So wie ich das bei der Fermi Hair Demo lese, ist das ein DX11 Feature, ob das ganze dort NV exklusiv ist, davon steht da zumindest nix, bezweifle ich aber, ich würde tippen das es genau so "optimiert" ist wie die Version von AMD.

P.S., iwie ist mein Kommentar abhanden gekommen, ob nun absichtlich oder nicht, was bei mir jetzt da steht hat auf jeden Fall mit dem Thema nix zu tun O.o...
2.) Dod 27.02.2013 - 07:45 Uhr
Zugute halten muss man AMD aber, dass sie die Technologie für alle anderen GPUs auch offen lassen. Kleiner Seitenhieb von AMD zu Nvidia: "Wir wollen keine proprietären Lösungen". Damit ist es kein Exklusivfeature sondern eine nette Middleware, die tatsächlich öfter zum Einsatz kommen könnte. Und AMD freut sich trotzdem, da ihre GPUs es etwas flotter berechnen können.
1.) rizawi 26.02.2013 - 22:54 Uhr
Ein PC gehört in der heutigen Zeit beinahe schon zur Grundausstattung. Vor allem Gamer erfreuen sich stetig an der atemberaubenden Grafikengine, die es inzwischen im Handel zu kaufen gibt. Wem jedoch bisher das nötige Kleingeld gefehlt hat, um sich eine neue Grafikkarte der Superlative anschaffen zu können, dessen Gebete sind nun endlich ... Weiterlesen