WD: Hybrid-HDD mit 24 GByte Flash vorgestellt

FestplatteFlash-Speicher erweist sich zunehmend als PC-Booster. In Form von pfeilschnellen SSDs beschleunigt Flash einen Rechner, allerdings sind die Kosten pro Gigabyte Speicherkapazität nicht zu unterschätzen. Wer viel Platz benötigt, greift zu einer SSD und einer zusätzlichen Festplatte, der dann allerdings die SSD-Geschwindigkeit fehlt. Alternativ bietet sich ein Mainboard mit Intels Smart Response Technology an. Dabei wird eine kleine, bis zu 64 Gigabyte fassende SSD auf Betriebssystemebene mit einer Festplatte gekoppelt - oft benötigte Dateien werden nach einer gewissen Lernphase durch die Software primär auf der SSD gesichert. Vorteil: Es kann mit dem so selbst gebastelten Hybrid-Laufwerksverbund gearbeitet werden wie mit einer großen Festplatte, ohne Rücksicht auf die Kapazitätsgrenze einer SSD nehmen zu müssen. Die Geschwindigkeit liegt dabei in vielen Fällen nur knapp unter der einer reinen SSD-Lösung.

Innenleben WD Black Hybrid

Nun ist das Basteln mit Software oder die Anschaffung eines kompatiblen Mainboards nicht jedermanns Sache - und im Falle eines Notebooks auch nicht ohne weiteres realisierbar. Für diesen Zweck bietet Seagate beispielsweise die Laufwerksserie Momentus XT an. Dabei arbeitet ein kleiner, ins Laufwerk integrierter Flash-Speicher mit der Festplatte zusammen und sorgt für das Caching oft genutzer Dateien.

Eine ähnliche - wenn auch etwas anders ausgeführte - Technologie nutzt Western Digital nun bei den neuen Laufwerken der Serie WD Black. Diese erscheinen in den Größen 2,5 und 3,5 Zoll, eignen sich im Gegensatz zur Momentus XT also auch für Desktop-Rechner. Ebenfalls im Gegensatz zu Seagates Konkurrenzlaufwerk nutzt Western Digital nicht nur 8, sondern gleich 24 Gigabyte Flash-Speicher zur Beschleunigung der Festplatte.

WD Black Hybrid

Allerdings benötigt die WD Black einen Treiber zur Ansteuerung, läuft also nicht einfach so nach dem Einbau wie die Momentus XT. Western Digital begründet diesen Umstand mit einer gesteigerten Leistung des Laufwerkes. Der Flash-Speicher könnte bei Western Digital softwareseitig weniger stark mit der Festplatte verbunden sein: Während die Momentus XT eigenständig und ohne Mitbestimmung durch das Betriebssystem und den Anwender entscheidet, welche Dateien im Flash-Cache landen und welche nicht, könnte WD eine stärkere Transparenz ermöglichen. Vorbild dürfte hier Intels Smart Response Technology sowie andere Caching-Lösungen auf Softwarebasis sein. Eine WD Black ist also eigentlich nichts anderes als eine Festplatte mit fest integrierter kleiner SSD und beiliegender Caching-Software. Andere Hersteller gehen den umgekehrten Weg und bieten SSDs mit entsprechender Software an - allerdings ohne noch eine Festplatte beizulegen.


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