Opera – neue Engine, neues Glück

BrowserNachdem der Browserhersteller Opera Software die 300 Millionen-Nutzer-Marke geknackt hat, wurden am 13. Februar direkt Segel gesetzt, um noch populärer zu werden. So wurde angekündigt, dass man die hauseigene Presto Engine, die bereits seit Version 7 eine stabile Leistung abliefert, durch die populärere Webkit Engine ersetzen wird, die auch Safari und Chrome verwenden.

Laut Opera Software ist dies ein vielseitiger Schritt vorwärts und zudem ein logischer, um konkurrenzfähig zu bleiben und neue Ziele verfolgen zu können. Man ist zwar der Meinung, eine einseitige Browserlandschaft wäre schlecht, andererseits konnte die Presto Engine in den Jahren seit 2003 anscheinend keinen signifikanten Stellenwert für Coder Web-basierter Apps gewinnen. Als Grund dafür wird angeführt, dass das Web von mehr und mehr geschlossenen Ökosystemen dominiert wird. Als Beispiel kann man hier Google und Apple nennen, die ihre Geräte mit ihren eigenen Browsern und Apps vereinen und versorgen.
So versucht man beim norwegischen Browserhersteller lieber, die Nr.1-Engine in diesem Sektor mitzuentwickeln und zu beeinflussen, statt weiter in einer Ecke zu stehen, in die keiner sieht.

Dies hat ebenfalls eine Umverteilung der Ressourcen innerhalb des Unternehmens zur Folge. Entwickler, die sich vorher mit der Engine beschäftigt haben, sind nun frei für andere und neue Projekte. Welche dies sein werden, bleibt abzuwarten. Vorläufig beschränkt man sich darauf, dem Nutzer eine noch bessere Online-Erfahrung bieten zu wollen.

In diese Zielsetzung reiht sich schon die neuste Ankündigung ein: Skyfire Labs hat zum 14. Februar bekannt gegeben, dass man bereits einen Monat später Teil von Opera Software sein wird. Hintergrund ist unter anderem die Optimierung der Bandbreitenauslastung bei der Wiedergabe von Video- und Audioinhalten. Es wird erwartet, dass Videocontent 2015 zwei Drittel der globalen Bandbreite verbrauchen wird, also durchaus ein cleverer Schachzug, an dieser Front zu arbeiten.

Nach einer Umfrage auf my.Opera.com steht dennoch fest, dass die Fangemeinde trotz der hoch gesteckten Ziele skeptisch ist. 43% der User sind gegen den Wandel und 30% sind sich nicht sicher. Bei uns beläuft sich der Marktanteil ziemlich unverändert bei gut 5%.
Man darf also gespannt sein, ob man überzeugende Argumente liefern können wird, um Stammnutzer zu halten und neue Anwender sowie Förderer zu locken. Wie bekannt, ist es ja kein Leichtes, jedem, alles recht zu machen.


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