ATI und nVidia rüsten sich für Conroe

IntelIn weniger als zwei Monaten - genauer gesagt am 23. Juli - wird Intel den heißerwarteten Core 2 Duo vorstellen, manchen auch besser bekannt als Conroe. Den ersten Vorabtests zufolge scheint Intel nach langer Durststrecke endlich wieder ein Produkt in der Hinterhand zu haben, das nicht nur konkurrenzfähig ist, sondern auch AMDs Lösungen auf die hinteren Plätze "verbannen" dürfte. Obwohl alles für den weltgrößten Halbleiterproduzenten spricht, sollte man die bisher veröffentlichen Ergebnisse mit etwas Vorsicht genießen, da alle Previews des Core 2 Duo auf Intel-kontrollierten Plattformen stattfanden und somit eine hundertprozentige Objektivität nicht gegeben ist. Nichtsdestotrotz dürfte der Conroe wieder das "Herz" der Spielgemeinde zurück erobern, nachdem AMD in den letzten Jahren die erste Wahl für Gamer war. Um für den "Switch" von Sunnyvale nach Santa Clara gerüstet zu sein, haben ATI und nVidia viel Schweiß und Herzblut in passende Chipsätze für die Core Mikroarchitektur gesteckt, die passend zum Launch verfügbar sein sollen.

nVidia setzt bei seinem Intel-Engagement auf eine leicht modifizierte Variante des nForce 590 SLI. Die so genannte "Intel Edition" verfügt über alle Features, die man schon von der AMD-Plattform her kennt, wurde aber um einen DDR2-Speichercontroller ergänzt, da der Conroe - im Gegensatz zum Athlon - nicht über ein im Prozessor integriertes Interface verfügt. Eine detaillierte Auflistung aller Ausstattungsmerkmale inklusive Erläuterungen zu den wichtigsten Features können sie in unserem Tech-Preview zum nForce 500 nachlesen.

RD600 Intel Kompatiblität

Zwar sind zum RD600, dem Intel-Pendant des CrossFire Xpress 3200 (RD580), noch keine offiziellen Informationen verfügbar, was aber nicht gleichbedeutend damit ist, dass man noch nichts über ATIs kommenden Chipsatz weiß. Vertraut man den Kollegen von AnandTech, die meist sehr gut informiert sind, wird der kommende Intel-Ableger nicht bloß ein einfacher Abklatsch des RD580 werden, sondern ist ein von Grund auf neu entwickeltes Design, welches hohen Wert auf Übertaktbarkeit legt. So wird es zum Beispiel erstmals bei den Kanadiern möglich sein, den FSB unabhängig vom Speichertakt zu betreiben. Garantiert wird dabei ein stabiler Betrieb bis mindestens 1333 MHz für den Frontside Bus; mit etwas Glück und entsprechenden Komponenten sollen aber bis 1500 MHz möglich sein. Im Vergleich dazu wird der schnellste Conroe in der Extreme Edition über einen FSB von 1066 MHz verfügen, womit noch deutlich Spielraum nach oben gegeben ist. Aber nicht nur beim Frontside Bus haben die Kanadier hand angelegt, sondern auch beim PCI Express Link, welcher sich in Analogie zum nForce 500 (LinkBoost Technologie) ebenfalls um bis zu 25 Prozent übertakten lassen soll. Ob die Möglichkeit zum Anheben des PCIe Buses, ähnlich wie bei nVidia, an bestimmte Hardware gebunden ist, ist derzeit aber noch unbekannt.

RD600 Overclocking-Potential

Um der zunehmenden Bedeutung der physikalischen Hardwarebeschleunigung gerecht zu werden, plant ATI - ähnlich wie schon nVidia - Physikberechnungen über die eigene Grafikhardware zu ermöglichen, sei es als im Single- oder CrossFire-Betrieb. Zusätzlich werkeln die Kanadier insgeheim noch an der Integration dreier PCI Express x16 Solts auf einem Mainboard, um so zukünftigen Titeln wie Crysis aus dem hause Crytek (Far Cry Macher) gerecht zu werden, das immense Herausforderungen an heutige Systeme stellt. Während zwei Steckplätze für Grafikberechnungen vorgesehen sind, steht der Dritte für die Physikverarbeitung bereit. Dabei muss aber nicht zwangsläufig die gleiche Grafikkarte wie im CrossFire-Verbund zum Einsatz kommen. Vorstellbar wäre, dass sich zwei Radeon X1900 XTX um die Aufbereitung der Pixel kümmern, während eine X1600 die Physik übernimmt. Erstmals möglich soll die Adaption dreier PEG x16 Anschlüsse mit dem RD600 werden.


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