Nokia einigt sich im Patentstreit mit RIM

NokiaDer angeschlagene Handy-Hersteller Nokia hat den Patentstreit mit dem BlackBerry-Produzenten Research in Motion (RIM) beigelegt. Demnach wird die Bilanz von Nokia durch eine Einmalzahlung und durch laufende Gebühren aufgebessert. Die genaue Zahlen sind jedoch vertraulich und wurden leider nicht bekannt gegeben.

Nokia: Schwächelnde Verkaufszahlen – Starkes Patent-Portfolio


Nokia gilt als einer der Handyhersteller mit dem wertvollsten Patent-Portfolio. In den letzten zwei Jahrzehnten hat das finnische Unternehmen über 45 Milliarden Euro in die Forschung und Entwicklung investiert. Weil sich die eigenen Handys nicht mehr so gut wie früher verkaufen, versucht Nokia verstärkt die Patente über Lizenzgebühren zu vermarkten. Im wichtigen Smartphone-Markt liegt Nokia hinter Apple und Samsung zurück und verliert laut einer aktuellen Studie Marktanteile.

Mit Patenten verdient Nokia dagegen bereits über 500 Millionen Euro pro Jahr. Laut Aktienanalysten könnten es aber noch einigte hundert Millionen mehr sein, wenn sich Nokia mit weiteren Herstellern auf Lizenzierungs-Geschäfte einigen kann.

Patentstreits mit HTC und ViewSonic noch offen


Zum Patentstreit kam es, weil RIM in seinen Produkten eine WLAN-Technologie von Nokia einsetzt. Zwar hatte RIM bereits 2003 einen Vertrag zur Nutzung von Nokia-Patenten abgeschlossen, doch dieser wurde von beiden Parteien unterschiedlich interpretiert. Ein schwedisches Gericht urteilte dann, das RIM den bestehenden Vertrag verletzt habe. Im vergangen Monat verklagte Nokia den BlackBerry-Hersteller vor den Gerichten in den USA, Großbritannien und Kanada. Nachdem der Patentstreit mit RIM nun beigelegt wurde, stehen noch ähnliche Auseinandersetzungen mit HTC und ViewSonic aus.


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