AMD gewinnt Marktanteile im Grafikgeschäft

GrafikkartenDie Analysten von Jon Peddie Research (JPR) haben am vergangenen Dienstag die Statistiken der Marktanteile für Grafiklösungen für das erste Quartal 2012 veröffentlicht. Bereits die Zahlen der vorherigen Analyse gaben einen klaren Trend vor und auch diesmal ist der große Gewinner das US-amerikanische Unternehmen AMD, welches seinen Marktanteil nicht nur festigte, sondern erneut steigern konnte. Die Verlierer heißen einmal mehr Intel und Nvidia, aber alles der Reihe nach.

.Q1 2012Q4 2011Q1 2011
Intel58,8 %59,1 %54,7 %
AMD25,0 %24,8 %24,7 %
Nvidia15,1 %15,7 %19,9 %
VIA/S31,1 %0,4 %0,7 %
Matrox0,03 %0,0 %0,0 %


Trotz eines geringen Verlusts ist Intel mit einem Marktanteil von 58,5 Prozent weiterhin der Platzhirsch unter den Grafiklösungen. Dahinter positionieren sich AMD mit 25,0 Prozent, was einer Steigerung von etwa einem Prozent entspricht, und Nvidia mit 15,1 Prozent. Somit hat die Geforce-Riege einen 3,8 Prozent geringen Marktanteil als noch im Quartal zuvor und einen über 30 Prozent geringeren Anteil als noch im ersten Quartal 2011. Neben AMD konnten auch VIA (1,1 Prozent) und Matrox (0,03 Prozent) dazugewinnen, sie bilden jedoch weiterhin nur eine kleine Randgruppe im Grafikgeschäft.

Den Hauptanteil an AMDs gutem Ergebnis tragen die erfolgreichen „Llano“-APUs mit integrierter Grafikeinheit, aber man sollte auch die Rolle der HD-7000-Karten nicht unterschätzen, denn immerhin waren diese bis zum Erscheinen von „Kepler“ ohne echte Konkurrenz. Dass Marktführer Intel nur einen kleinen Verlust hinnehmen muss liegt wohl an „Sandy Bridge“. Die HD-3000-Grafiklösung kann zwar nicht mit der Konkurrenz mithalten, aber die starke CPU-Leistung macht dieses Defizit mehr als wett.
Zuletzt hatte Nvidia bereits weniger Gewinn eingefahren, diese neue Analyse bestätigt nun jene (grünen) Zahlen. Da die Onboard-Grafik vor dem Aussterben steht kann Nvidia fast ausschließlich dedizierte Grafiklösungen an den Mann bringen, was unaufhaltsam zu einem geringeren Marktanteil führt. Ein weiterer Grund für den relativ großen Rückgang ist mutmaßlich das späte Erscheinen der GTX-600-Serie.


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