Nvidia GK110: Neue Informationen

NvidiaMit dem GK104 hat Nvidia einen Grafikprozessor entwickelt der komplett in Richtung Computerspiele zielt und dementsprechend optimiert ist. Obwohl die GPU nur 3,54 Milliarden Transistoren besitzt schafft sie es den größeren „Tahiti“-Chip mit 4,31 Milliarden Transistoren in Spielen auf Distanz zu halten. Im GPU-Computing haben Geforce GTX 680 und Co. allerdings keine Chance gegen die Konkurrenz, da „Tahiti“ hier seine volle Stärke ausspielt. Dieser Umstand ist dem Normalverbraucher zwar relativ egal, aber dennoch sollen die Verhältnisse mit dem GK110 zurechtgerückt werden.

GK110 - Präsentation


Zur Eröffnung der Konferenz „GPU Technology Conference“ (GTC) hat Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang den GK110 gezeigt und außerdem einige Details verraten. Der gigantische Chip soll Ende des Jahres erscheinen und über 7,1 Milliarden Transistoren, 2.880 Shadereinheiten sowie ein 384 Bit breites Speicherinterface verfügen. Der TDP des „Kepler“-Abkömmlings soll sich zwischen 225 und 250 Watt ansiedeln. Der GK110 soll primär in Supercomputern und Workstations zum Einsatz kommen. Überdies nennt Huang drei wichtige Punkte in denen die Neuentwicklung herkömmlichen Profi-Karten überlegen sein soll.

Als erstes spricht er „Hyper-Q“ an. So nennt Nvidia die Fähigkeit des GK110 von bis zu 32 Threads des Prozessors gleichzeitig gefüttert zu werden. Bis dato können GPUs lediglich über einem Thread versorgt werden, was ausnahmslos zu einer gewissen Limitierung der theoretischen Leistungsfähigkeit des Grafikprozessors führe. Als nächstes berichtet Huang vom Feature „Dynamic Parallelism“, mit welchem es möglich sei GPU-eigene Kernels und Threads ganz ohne Umweg über die CPU zu starten, was komplexe Berechnungen zum Teil dramatisch beschleunigen soll.
Der wichtigste Punkt sei allerdings die Größe der verbauten SIMD-Einheiten (SMX). Bei „Fermi“ verfügt jede Einheit über 32 Rechenwerke, während es bei „Kepler“ stolze 192 sind. Das ermöglicht eine hohe Anzahl an Shadereinheiten (bis zu 2.880) obwohl man verhältnismäßig wenige SIMD-Einheiten verbaut hat. Dadurch werde der interne Verwaltungsaufwand verringert, was nicht nur die Performance verbessern soll sondern auch den Energieverbrauch reduzieren soll.

Der GK110 wird Ende 2012 als Tesla K20 ausgeliefert, Spiele-Grafikkarten mit dem GK110 sind für das Jahr 2013 geplant, möglicherweise wird jedoch wie auch bei Tesla K20 nicht der Vollausbau des Chips zum Einsatz kommen. Fest steht nur, dass der Grafikchip mit 7,1 Milliarden Transistoren ein wahres Monster wird und Nvidia mit dem GK104 Im Desktop-Segment bereits sehr gut aufgestellt ist.


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4 Kommentare

4.) Federvieh 17.05.2012 - 21:11 Uhr
Da wird er den GT 200 (576 mm²) als Obermonster ablösen.
3.) Phenocore 17.05.2012 - 01:40 Uhr
Präsentation von Techdemos

http://www.youtube.com/watch?v=h5mRRElX ... re=related
2.) KodeX 16.05.2012 - 19:00 Uhr
Ja, in der Tat. Wenn man den GK104 als Referenz nimmt wird die Chipfläche zirka 590 mm² betragen.

2.880 Shadereinheiten würden sich nur bei einer sehr guten Yield-Rate rentieren. Es werden wahrscheinlich ein oder zwei SIMD-Einheiten deaktiviert. Dann wären es aber immer noch 2688 bzw. 2496 Shadereinheiten.
1.) Crimson II 16.05.2012 - 18:44 Uhr
2.880 Shadereinheiten, über 7,1 Milliarden Transistoren... das ist ja ein Monster