Nvidia Geforce GTX 670 vorgestellt

NvidiaAm heutigen Donnerstag hat Nvidia die Geforce GTX 670 offiziell vorgestellt. Die Grafikkarte basiert auf dem im 28-nm-Herstellungsprozess gefertigten GK104-Chip, welcher 3,54 Milliarden Transistoren auf einer Fläche von 294 mm² unterbringt und bereits auf der größeren Geforce GTX 680 zum Einsatz kommt. Die GTX 670 unterstützt sowohl DirectX 11.1 als auch PCI Express 3.0. Das Referenz-PCB der Geforce misst lediglich 17,5 cm, der Kühler vergrößert die Länge allerdings auf 24,5 cm. Aufgrund dieser ungewöhnlichen Abmaße werden einige Hersteller mit Sicherheit exotische Kühlkonzepte entwickeln. Mit der neuen Kepler-Karte greift Nvidia die bis dato konkurrenzlose Radeon HD 7950 von AMD an und möchte in dieser Preisregion die bessere Alternative bieten.

.HD 7970HD 7950GTX 680GTX 670
Transistorenca. 4,31 Mrd.ca. 4,31 Mrd.ca. 3,54 Mrd.ca. 3,54 Mrd.
Fertigung28 nm28 nm28 nm28 nm
Chiptakt925 MHz800 MHz1.006 MHz915 MHz
Turboneinneinjaja
Shadereinheiten2.048 (1D)1.792 (1D)1.536 (1D)1.344 (1D)
Rechenleistung3.789 GFLOPs2.867 GFLOPs3.090 GFLOPs2.459 GFLOPs
TMUs128112128112
Texelfüllrate118,4 GT/s89,6 GT/s128,8 GT/s102,5 GT/s
ROPs32323232
Pixelfüllrate29,6 GP/s25,6 GP/s32,2 GP/s29,3 GP/s
Speichermenge3 GB GDDR53 GB GDDR52 GB GDDR52 GB GDDR5
Speichertakt2.750 MHz2.500 MHz3.004 MHz3.004 MHz
Speicherinterface384 Bit384 Bit256 Bit256 Bit
Bandbreite264,0 GB/s240,0 GB/s192,3 GB/s192,3 GB/s
TDP250 Watt200 Watt195 Watt170 Watt
Preisca. 380 €ca. 325 €ca. 450 €ca. 350 €


Die GTX 670 verfügt über sieben Shader-Cluster (SMX) und vier Raster-Engines (GPC). Da sich auf jedem Shader-Cluster 192 Shader- sowie 16 Textureinheiten (TMU) befinden und auf jeder Raster-Enigine acht Rastereinheiten (ROP) verbaut sind, weist die Grafikkarte insgesamt 1.344 (1D) Shadereinheiten, 112 TMUs und 32 ROPs auf. Dazu gesellt sich ein 2 GB großer GDDR5-Speicher der mit einem 256 Bit breiten Speicherinterface an die GPU angebunden ist. Der Basistakt der GPU beträgt 915 MHz - mit Turbo-Boost sind es nominell 980 MHz - und der Speicher taktet mit 3.004 MHz. Daraus resultieren (bei Standardtakt) eine Shaderleistung von 2.459 GFLOPs, eine Texelfüllrate von 102,5 GT/s, eine Pixelfüllrate von 29,3 GP/s sowie eine Speicherbandbreite von 192,3 GB/s.

Erste Tests bestätigen unsere bereits im Vorfeld geäußerte Vermutung, dass sich die Geforce GTX 670 (in Spielen) leistungstechnisch vor AMDs Radeon HD 7950 positioniert. Unter humanen Auflösungen rendert die Geforce gut zehn Prozent schneller und kommt sogar der HD 7970 gefährlich nah. Grund für das starke Abschneiden ist der aggressive Turbo-Modus, der die GPU auf bis zu 1.084 MHz übertaktet. Nutzt man drei Monitore gleichzeitig (5760x1080) und aktiviert Kantenglättung (AA) und Tiefenschärfe (AF) bricht die neue Kepler-Karte wegen der geringeren Speicherbandbreite und des kleineren Grafikspeichers allerdings etwas ein und es entwickelt sich ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen, ähnlich wie zwischen GTX 680 und HD 7970. Im GPU-Computing müssen sich beide Kepler-Ableger allerdings klar geschlagen geben, denn hier spielt Tahiti in einer ganz anderen Liga.

Geforce GTX 670


In Sachen Stromverbrauch und Lautstärke nehmen sich GTX 670 und HD 7950 nicht viel. Sowohl im Windows-Betrieb als auch unter Last legen die beiden Kontrahenten ein ähnliches Niveau auf den Tisch, mit einem leichten Vorteil für die Radeon. Trotz den relativ hohen Temperaturen von mehr als 80 Grad Celsius weist die GTX 670 gute Übertaktungsergebnisse auf, ob aber die daraus resultierende, größere Abwärme auf Dauer Schäden verursachen kann bleibt abzuwarten - herstellereigene Kühlkonzepte schaffen in dieser Disziplin mit Sicherheit Abhilfe.

Summa summarum hat Nvidia mit der GTX 670 eine sehr gute Grafikkarte auf den Markt gebracht. Die neue Geforce dreht zwar keine Kreise um die Konkurrenz, aber dennoch lehrt sie der HD 7950 in so mancher Anwendung das fürchten - gegen die HD 7970 verliert sie allerdings den direkten Leistungsvergleich. Die Karte ist hierzulande bereits ab 350 Euro gelistet (Stand: 16.05.2012).


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