OCZ Vertex 4 offiziell vorgestellt

SpeichermedienAm gestrigen Mittwoch hat der amerikanische Speicherspezialist OCZ seine neuen High-End SSDs aus der Vertex-Reihe vorgestellt. Nach diversen Problemen bei der Vorgängergeneration nimmt OCZ mit der Vertex 4 Abstand vom schnellen Sandforce-Controller und stattet diese mit dem neuen Everest-2-Controller vom aufgekauften Hersteller Indilinx aus. Die neuen SSDs gibt es in den drei gängigen Kapazitäten 128 GB, 256 GB und 512 GB.

OCZ Vertex 4


Beim Everest-2-Controller handelt es sich um einen Dual-Core-SoC mit einer Taktfrequenz von 400 MHz. Dazu gesellen sich acht Speicherkanäle, die das SATA3-Interface mit dem in 25 nm gefertigten, synchronen NAND-Speicher von Intel verbinden. Die Vertex 4 verfügt außerdem - ähnlich wie bei der Samsung SSD 830 - über zusätzlichen Arbeitsspeicher (1 GB DDR3-800), der als Cache fungiert.
OCZs neuster Sprössling unterstützt natürlich auch TRIM und bietet Hintergrund-Garbage-Collection sowie Wear-Leveling. Ganz besonders viel versprechen sich die Kalifornier durch die neue Funktion "Ndurance 2.0", welche durch Programmier- und Lese-Algorithmen die Lebensdauer des Flash-Laufwerks optimieren soll.

Kapazität128 GB256 GB512 GB
Seq. Lesen535 MB/s535 MB/s535 MB/s
Seq. Schreiben200 MB/s380 MB/s475 MB/s
4K Random Read90.000 IOPS90.000 IOPS95.000 IOPS
4K Random Write85.000 IOPS85.000 IOPS85.000 IOPS
Maximum IOPS120.000 IOPS120.000 IOPS120.000 IOPS


Laut Herstellerangaben gibt sich die Vertex 4 leistungstechnisch keine Blöße: Der-Everest 2-Controller beschleunigt die SSD auf bis zu 535 MB/s beim sequenziellen Lesen und sorgt ebenfalls für hervorragende 4K-Random-Werte von 95.000 IOPS beim Lesen und 85.000 IOPS beim Schreiben - für eine Dateigröße von 512 Byte gibt OCZ sogar 120.000 IOPS beim Lesen an. Auch in den Zugriffszeiten gibt die Vertex 4 Vollgas und liefert 0,043 ms beim Lesen und 0,026 ms beim Schreiben.
In ersten Tests schneidet die neue SSD nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Praxis sehr gut ab und kann sich durchaus mit den schnellsten Laufwerken mit Sandforce-, Marvell- und Samsung-Controller messen.

Ob OCZs Vertex 4 jedoch ein Kassenschlager wird hängt unter anderem von der Langzeitstabilität ab. Diesbezüglich können wir noch nichts Genaues berichten, aber gerade in dieser Disziplin hat der gute Ruf des Premium-Speicherherstellers in naher Vergangenheit sehr gelitten. Vielleicht oder gerade deshalb gibt OCZ fünf Jahre Garantie auf seine neuen Laufwerke. Preislich liegen die Modelle momentan noch etwas oberhalb der Konkurrenz: 158 Euro für 128 GB, 319 Euro für 256 GB und 606 Euro für 512 GB.


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