AMD Radeon HD 7970 vorgestellt

AMDZwei Tage vor dem Fest der Liebe hat AMD mit der Radeon HD 7970 seine neue Grafikkarten-Generation debütieren lassen. Inzwischen liegen zahlreiche Tests vor, die ein eindeutiges Urteil erlauben: Die HD 7970 ist sehr schnell, verbraucht im Idle wenig Energie und ist dort auch leise, konsumiert dafür aber unter Last einiges und ist dabei zudem auch gut hörbar. Aber der Reihe nach:

Die HD 7970 setzt auf den so genannten Tahiti-Core mit sage und schreibe 4,31 Millarden Transistoren. Möglich macht dies das neue 28 Nanometer-Verfahren, das erst seit Kurzem überhaupt angeboten wird.
Im Vergleich zum Cayman-Core auf der HD 6970 ist die Texturleistung dank 128 statt 96 TMUs um rund 40 Prozent gestiegen, wohingegen die Rasterleistung lediglich um 5 Prozent wuchs, weil weiter 32 ROPs verbaut werden. Das Speicherinterface wurde von 256 auf 384 Bit vergrößert und setzt weiter auf schnellen GDDR5-Speicher, so dass sich hier ein theoretisches Leistungplus von exakt 50 Prozent ergibt. Der Fokus lag bei der HD 7970 aber nicht auf der Textur- oder Rasterleistung, sondern auf der Shaderleistung. Es werden nun - wie bei Nvidia - 1D- statt 4D-Einheiten verbaut und davon ganze 2048 Stück. Damit kratzt die HD 7970 nicht nur an der theoretischen Marke von 4.000 Gflops, sondern bietet auch eine deutlich bessere Auslastung der vorhandenen Rechenleistung.

AMD Radeon HD 7970

Die HD 7970 zielt primär auf Gamer ab und liefert im Mittel eine 30 bis 40 Prozent höhere Performance als die HD 6970, was auch genügt, um die GTX 580 vom Thron zu stoßen. Hier liegt eine Leistungsdifferenz von etwa 20 bis 30 Prozent vor. Man mag an dieser Stelle als erstes von einem gesunden Leistungsplus sprechen, betrachtet man aber, wie viel mehr Transistoren in der HD 7970 stecken, so sollte man darauf schließen können, dass auch andere Dinge in der GPU noch verändert wurden.

Zum einen sind hier sicherlich noch die Implementierungen von DirectX 11.1 und PCI-Express 3.0 zu nennen. Den großen Unterschied machen aber eher die neuen, flexibleren Shadereinheiten aus, die Tahiti auch im professionellen Bereich im besonderen Licht dastehen lassen sollen. 1.000 Gflops Double-Precision-Leistung, die Unterstützung von Direct Compute 11.1, OpenCL 1.2 sowie C++AMP und schließlich die ECC-Fehlerkorrektur im Speicher unterstreichen das.

Nvidias Antwort wird in wenigen Monaten folgen. Unbeirrt von den grünen Mannen aus Kalifornien hat AMD jedoch sein Portfolio gezielt weiter entwickelt. Die HD 7970 ist eine gelungene GPU, die etwas sparsamer unter Last sein könnte, aber sonst kaum Anlass zur Kritik gibt.


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