Tisch mit Touch und Screen: Samsung SUR40

Gehäuse & KühlungJeder in Partnerschaft lebende Mann könnte das Problem kennen: Eigentlich wäre die Anschaffung eines schnuckeligen Stückes Hightech unbedingt erforderlich, um das Belohnungszentrum im Hirn endlich wieder adäquat zu stimulieren. Allerdings besteht die Frau darauf, etwas "Praktisches" anzuschaffen. Zwar sind schnelle Grafikkarten, Prozessoren, mehr RAM, eine neue Spielkonsole oder der lang ersehnte Retro-Computer unbestreitbar praktisch – das sieht die mit dem Nudelholz drohende Frau allerdings oft anders. Wie wäre es denn stattdessen mit einer gesunden Mischung aus "praktisch" und "Hightech"? Mit dem Samsung SUR40 gibt es das perfekte Wohnmöbel für stilbewusste Computerfans. Und den Preis von etwa 8000 US-Dollar müssen wir ja auch erst bei der kommenden Kreditkartenabrechnung erklären. So ein Beistelltisch von IKEA kann doch auch nicht so viel weniger kosten oder?

Samsung SUR40



Dafür wird das schwedische Holzprodukt nur schwer mit den technischen Daten des SUR40 mithalten können. Die "Tischplatte" des Samsung-Tisches besteht beispielsweise aus einem 40 Zoll großen Touchdisplay mit etwa 2 Millionen integrierten Sensoren. So kann SUR40 bis zu 50 Berührungen gleichzeitig erkennen und verarbeiten - hier lässt es sich also sogar mit einem großen Freundeskreis gemeinsam arbeiten und spielen. Die Auflösung des Bildschirmes beträgt 1920 x 1080 Bildpunkte - FullHD also. Im Inneren der "Tischplatte" befindet sich zudem ein vollwertiger Computer mit AMDs Athlon X2 254e (2,9 GHz Taktfrequenz, Dualcore), 4 Gigabyte RAM, einer 320 Gigabyte großen Festplatte und AMDs HD 6750M für die Grafikausgabe. Per WLAN oder Gigabit-LAN nimmt das Möbel Kontakt mit der Außenwelt auf. Per HDMI-Eingang lassen sich externe Desktop- oder Notebook-Computer und sogar Tablets mit dem SUR40 verbinden. Ein HDMI-Ausgang sorgt indes für die Möglichkeit, das Bild auch auf Videoprojektoren oder Flachbildfernsehern auszugeben. Da sich die Monitor-Platte auch von den Tischbeinen trennen lässt, kann der SUR40 auch an der Wand angebracht werden. Auch wenn in dieser Position ein längeres Arbeiten per Touchbedienung eher schmerzhaft in den Armen zu spüren sein dürfte - auch als LCD Fernseher für Genießer dürfte das Gerät seine Funktion gut erfüllen.

Als Betriebssystem kommt dabei Microsofts Surface 2.0 zum Einsatz. Herkömmliche Windows-Programme können dementsprechend nicht abgespielt werden, SUR40 fordert eigene Surface-Programme. Und genau da liegt auch der Haken des silbernen Technikmöbels: Software gibt es bislang so gut wie keine - und die wenigen vorhandenen Programme richten sich primär an professionelle Kunden. So soll SUR40 in Unternehmen zur Präsentation eingesetzt werden, auch Mediziner und Designer dürften sich über die Möglichkeiten des etwa 20 Kilogramm schweren Touchscreen-Tisches freuen. Und die eine oder andere den Spaß fördernde Software existiert ebenfalls bereits: So haben einige rollenspielbegeisterte Programmierer ein Programm zur Umsetzung von D&D-Runden auf der Surface-Oberfläche geschrieben. Auch das Strategiespiel Ruse wurde bereits eindrucksvoll auf Surface demonstriert und gespielt - für eine Partie Schach wäre der Tisch eh viel zu schade.

Dass es auch preiswerter geht, demonstriert die Firma ExoPC die ihren jüngst angekündigten EXOdesk auf der CES 2012 demonstrieren möchte. Dabei handelt es sich wie beim SUR40 um ein Touchscreen-Möbel, allerdings sieht der Hersteller auch den simultanen Einsatz von Maus, Tastatur und zusätzlichem Monitor vor. Der von ExoPC produzierte Trailer demonstriert dabei die Möglichkeiten des 40-Zoll-Gerätes und offenbart den verlockend niedrigen geplanten Verkaufspreis: 1300 US-Dollar sind im Vergleich zu den 8400 US-Dollar des SUR40 beinahe ein Schnäppchen.


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1 Kommentar

1.) atrox 23.11.2011 - 15:55 Uhr
Jetzt ist die frage ob man da auch was daraufstellen kann ^^