AMD: Neue 28nm-Details und Gerüchte

AMDKaum ein Tag vergeht ohne neue Gerüchte und Informationen zu AMDs bevorstehender 28nm-GPU-Generation. Kein Wunder, sollen erste Chips doch eventuell noch in diesem Jahr erscheinen. Laut Informationen von Computerbase könnte es sich dabei um Mobil-Grafikchips der Mittelklasse handeln, die sogenannte "London-Serie" mit den Chips Thames, Chelsea, Heathrow und Wimbledon. Unter dem Codenamen Seymour indes führt AMD offenbar die älteren 40nm-Vorgängerchips unter neuem Namen weiter.

Für die meisten Anwender dürften die Leistungen der günstigen Einsteigerchips allerdings wohl eh nicht entscheidend bei der Wahl eines Notebooks sein. Spiele beschleunigen die preiswerten Modelle eh nur auf niedrigem Niveau, für Heimkinounterhaltung bietet auch die ältere Generation ausreichend Leistung.


CodenameBezeichnungGPUSpeicherinterfaceSpeichermengeSpeichertakt
Wimbledon XT--700 - 750 MHz256 Bit2-4 GB GDDR5--
Wimbledon Pro-- 650 - 700 MHz256 Bit2 GB GDDR5--
Heathrow XT--650 - 750 MHz128 Bit2 GB GDDR5--
Heathrow Pro-- 550 - 650 MHz128 Bit2 GB GDDR5--
Chelsea XT--600 - 700 MHz128 Bit2 GB GDDR5--
Chelsea Pro-- 450 - 550 MHz128 Bit2 GB GDDR5--
Thames XTHD 7690M600 MHz128 Bit1 GB GDDR5800 MHz
Thames XTHD 7670M600 MHz128 Bit1 GB DDR3900 MHz
Thames ProHD 7590M600 MHz128 Bit1 GB GDDR5800 MHz
Thames ProHD 7570M600 MHz128 Bit1 GB DDR3900 MHz
Thames LPHD 7650M450 MHz128 Bit1 GB GDDR5800 MHz
Thames LPHD 7630M450 MHz128 Bit1 GB DDR3900 MHz
Thames LPHD 7550M450 MHz64 Bit1 GB GDDR5800 MHz
Thames LPHD 7530M450 MHz64 Bit 1 GB DDR3900 MHz
Thames LEHD 7610M450 MHz128 Bit1 GB DDR3800 MHz
Thames LEHD 7510M450 MHz64 Bit1 GB DDR3800 MHz
Seymour XTXHD 7490M800 MHz64 BitGDDR5800 MHz
Seymour XTXHD 7470M800 MHz64 BitDDR3900 MHz
Seymour XTHD 7470M750 MHz64 BitGDDR5800 MHz
Seymour XTHD 7450M750 MHz64 BitDDR3900 MHz
Seymour ProHD 7450M600 MHz64 BitGDDR5800 MHz
Seymour ProHD 7430M600 MHz64 BitDDR3900 MHz



Die untere Mittelklasse wird AMD mit dem Thames-Chip bestücken. Die leistungsschwachen Thames LE kommen dabei in den Lösungen HD 7510M und HD7610M zum Einsatz, die GPU soll hier laut Computerbase mit 450 MHz takten, der maximal 1 GB große DDR3-Speicher mit 800 MHz. Das kleinere Modell setzt dabei auf ein schwachbrüstiges 64-Bit-Speicherinterface, die HD 7610M dürfte stark von ihrem 128 Bit breitem Speicherinterface profitieren. Thames LP wird sich offenbar größerer Verbreitung erfreuen und kommt in den Modellen HD 7530M, HD 7550M, HD7630M, HD 7650M, HD 7570M sowie HD 7590M zum Einsatz. Die Taktraten liegen bei einheitlichen 450 MHz, der Speicher wird je nach Modell mit 64 oder 128 Bit bei Taktraten von 800 bis 900 MHz angesprochen. Einige der Chips paar der Hersteller sogar mit schnellerem GDDR5-RAM. Die beiden Thames-Pro-Chips namens HD 7570M und HD 7590M takten mit 600 MHz und sprechen ihr 128 Bit breites Speicherinterface mit 800 respektive 900 MHz an. Bei der schnelleren HD 7590M sieht AMD GDDR5-RAM vor, was die Speicherbandbreite trotz des etwas niedrigeren RAM-Taktes beinahe verdoppeln dürfte. Thames XT als größte Ausbaustufe der Thames-GPUs kommt in den beiden Modellen HD 7670M und HD7690M zum Einsatz und setzt erneut auf einen GPU-Takt von 600 MHz. Der Speicher wird mit 128 Bit angebunden, vorgesehen sind 1 GB DDR3- respektive GDDR5-Speicher mit 900 beziehungsweise 800 MHz. Die Thames-Reihe soll mit einer TDP von 15 bis 25 Watt auf den Markt kommen. Da die aktuelle Mittelklasse einen vergleichbaren Energiebedarf aufweist, dürften die Vorteile der modernen Fertigung in 28 Nanometern Strukturbreite zu nicht geringen Anteilen in zusätzliche Leistung investiert worden sein.

Informationen zu den schnelleren Chips Chelsea Pro und Chelsea XT sowie den beiden Heathrow- und Wimbledon-Modellen liegen Computerbase auch vor, allerdings fehlen hier die späteren Produktbezeichnungen sowie der Speichertakt. Chelsea geben die Kollegen mit Taktraten von 450 bis 700 MHz an, der 2 GB große GDDR5-Speicher wird hier ebenfalls mit 128 Bit angebunden. Heathrow taktet mit 550 bis 750 MHz, wird wahrscheinlich mehr Shadereinheiten als Chelsea nutzen können und bindet den 2 GB GDDR5-Speicher auch mit 128 Bit an. Erst die Topmodelle Wimbledon Pro und XT werden über ein 256 Bit breites Speicherinterface verfügen, der Ausbau des GDDR5-Speichers darf bei Wimbledon XT zumindest auf bis zu 4 Gigabyte anwachsen.

Da bereits seit einiger Zeit von einer Auslieferung erster Notebook-GPUs in 28nm noch im Dezember diesen Jahres gemunkelt wird, dürfte AMD die vergleichsweise einfach zu fertigenden Mobil-Chips wohl erneut als Test der neuen Fertigungstechnik nutzen. Ein Unterfangen, mit dem AMD bereits mit der Desktop-Grafikkarte HD 4770 sehr erfolgreich war und damit im Gegensatz zu Nvidia die Klippen der seinerzeit schwer zu handhabenden 40nm-Fertigung umschiffen konnte. Bis entsprechend ausgestattete Notebooks allerdings tatsächlich verfügbar sind, dürfte indes noch einige Zeit vergehen, für ein spontanes Weihnachtsgeschäft dürfte es wohl nicht mehr reichen.


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