Dual-GTX560TI von EVGA

NvidiaSLI und Crossfire sind alte Bekannte - auch Grafikkarten auf denen zwei GPUs mittels einer dieser Techniken zusammen arbeiten gibt es einige. Allerdings werden solche Dual-GPU-Karten zumeist mit Highend-Grafikchips gefüttert, aktuell wären beispielsweise Nvidias GTX590 oder AMDs HD6990 zu nennen. Einige Hersteller suchen aber immer wieder nach Lücken im Angebot und konzentrieren sich dann auf Eigenentwicklungen. Vor kurzem erschien so eine Dual-HD6850-Grafikkarte, jetzt sind EVGA und Nvidia an der Reihe.

EVGA GTX560TI 2 WIN - Quelle: EVGA



Erfreulich: EVGA reduziert weder Shaderzahl noch Taktraten bei der EVGA Geforce GTX560TI 2 Win. Insgesamt 768 CUDA-Cores, zwei mal 384 Kerne also, arbeiten gemeinsam bei einer Taktfrequenz von 850 MHz für die GPUs. Der zweimal 1 GB große GDDR5-Speicher arbeitet an einem 256 Bit Speicherinterface mit 4000 MHz. Den Werbeversprechen des Herstellers darf dabei nicht allzu viel Relevanz anerkannt werden: Zwei mal 256 Bit ergeben eben nicht 512 Bit und auch der VRAM darf aufgrund der Arbeitsweise von SLI nicht addiert werden. EVGA gibt eine 30 Prozent höhere Leistung im Vergleich mit einer einzelnen GTX580 an - sieht man von Mikrorucklern und anderen SLI-Problemen ab dürfte diese Einschätzung zumindest halbwegs zutreffen.

Für die Kühlung der Karte sorgt ein Lüfterkonstrukt mit gleich drei großen Ventilatoren. Die fast 30 Zentimeter lange Platine bietet allerdings auch genug Grundfläche für voluminöse Kühllösungen. Über die Lautstärke der Lüfter gibt es noch keine Informationen - da die Karte aber über zwei 8-Pin-Stromstecker verfügt sind zumindest theoretisch bis zu 375 Watt Energieaufnahme möglich. Die EVGA Geforce GTX560TI 2 Win ist mit drei DVI-Ports sowie einem Mini-HDMI-Port ausgestattet. Im SLI-Modus können davon allerdings nur zwei Ports gleichzeitig genutzt werden. Natürlich lässt sich die Karte auch im Single-GPU-Modus benutzen, in diesem Falle wären alle vier Monitorausgänge nutzbar und das ebenfalls von EVGA beworbene 3D-Surround-Gaming wäre realisierbar. Unpraktisch: Für einige Spiele reichen anschließend allerdings die Bildraten einer GTX560TI nicht mehr um den leistungsfressenden S3D-Modus zu aktivieren, vor allem nicht bei den hohen Auflösungen im Surround-Gaming mit drei Bildschirmen. Auch als PhysX-Beschleuniger würde sich der zweite Grafikchip nutzen lassen, allerdings wäre ein solcher Einsatz Geldverschwendung. Zwar ist die GTX560TI 2 Win in Deutschland noch nicht verfügbar, EVGA listet die Karte aber bereits zu einem Preis von 520 US-Dollar.


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