ATI gibt Details zum R600 preis

AMDAuf einer Pressekonferenz in London enthüllte ATI erstmals Details zum R600, welcher bekanntlich auf einer Unified-Shader-Architektur basiert, die eine Grundvoraussetzung für die kommende DirectX Version aus dem Hause Microsoft ist. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen "Aufbau" können die Shader-Einheiten sowohl Geometrie- als auch Pixelberechnungen ausführen, was eine deutlich bessere Auslastung ermöglicht, als wenn getrennte Pixel- und Vertex Shader zum Einsatz kommen. Dies setzt aber voraus, dass die Hardware auch entsprechend mit Daten gefüttert wird, denn sonst liegt die USA brach.

Weiterhin ist bekannt, dass der R600 über 64 Shader-Einheiten verfügt, was sich im ersten Moment nach viel anhört, relativiert sich auf den zweiten Blick wieder, denn schon das derzeitige Spitzenmodell der Kanadier - die Radeon X1900 XTX - bietet 56 Recheneinheiten, von denen 48 für die Pixel- und 8 für die Vertex-Shader reserviert sind.

Beim Chiptakt scheiden sich im Moment noch etwas die Geister, da sich ATI aufgrund des frühen Stadiums noch ins Schweigen hüllt. Die Spekulationen reichen von 650 bis zu wahnwitzigen 1000 MHz, wobei man letzteren Wert als "Fantasterei" ausschließen kann. Als Speicher kommt - wer hätte es anders erwartet - GDDR4 zum Einsatz, welcher sich in einem Frequenzbereich von 1 GHz bewegen dürfte. Aufgrund der Fortschritte, die TSMC im Bereich der 65 nm Technologie gemacht hat, könnte es durchaus sein, dass das kommende Flaggschiff der Kanadier doch noch in diesem Prozess hergestellt wird, nachdem bisher immer 80 nm im Gespräch waren.

Zwar sind Aussagen zur Performance noch rein spekulativ, da noch keine finale Hardware existiert, aber dennoch ließ sich Richard Huddy (Leiter der Softwareentwicklung bei ATI) dazu hinreißen, erste wage Hinweise zur Leistung zu geben. Demnach soll der R600 nicht nur in Next-Generation Spielen der Konkurrenz "davonlaufen", sondern auch in aktuellen DirectX 9 das Maß aller Dinge sein. Bis ATI diese vollmundigen Versprechungen einlösen kann, wird noch viel Wasser den Rhein entlang fließen, da mit dem R600 nicht vor Ende 2006, wohl eher Anfang 2007 zu rechnen ist.


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