Neues zu AMDs "Trinity"-APU

AMDBulldozer war erst der Auftakt - auf Basis der bislang noch eher wenig beeindruckenden Chiparchitektur plant AMD in den kommenden Jahren diverse Prozessoren. Dazu gehören natürlich auch die neuen Hoffnungsträger der CPU-Industrie: APUs, die Verschmelzung von Grafikchip und Prozessor. Unter dem Codenamen Trinity soll bereits im Frühjahr 2012 der Nachfolger von Llano erscheinen - zwei Bulldozer-Prozessormodule und ein HD7000-Grafikkern in einem Chipgehäuse.

Wie gewohnt gut informiert zeigt sich dabei die türkische Hardwareseite donanimhaber.com. Dort wurde nun eine AMD-Folie zur kommenden "Virgo"-Plattform und die dazugehörigen Trinity-APUs veröffentlicht. Primär geht es dabei um Leistungsvergleich zu den aktuellen Llano-APUs und um einige technische Details von Trinity. Llano basiert noch auf modifizierten Athlon-II-Rechenkernen in Verbindung mit einer HD6000-Grafikeinheit mit bis zu 400 Shadereinheiten.

AMD Trinity im Überblick. Quelle: www.donanimhaber.com



Trinity soll 20 bis 30 Prozent mehr Leistung als Llano erbringen, um diesen Leistungssprung zu erreichen setzt AMD auf verbesserte Bulldozer-Kerne und HD7000-Grafik. Die Prozessorkerne stammen schon aus der Bulldozer-Nachfolge namens Piledriver, sollen weniger Energie aufnehmen und trotzdem mehr Leistung erbringen. AMD verspricht im Vergleich zu den Llano-Prozessorkernen bis zu 20 Prozent mehr Rechenleistung. Angesichts der Tatsache, dass Bulldozer sich in der Singlethread-Leistung teilweise nur auf dem Niveau eines Athlon II befindet eine recht mutige Aussage von AMD. Piledriver müsste schon enorme Verbesserungen mitbringen, um auch in der Realität einen derartigen Leistungssprung zu vollführen. Bislang sieht es allerdings eher nach kreativen Benchmarkmethoden von AMD aus als um wirkliche Leistungsgewinne.

Auch bei der GPU verspricht AMD hohe Leistungsgewinne - bis zu 30 Prozent schneller als die HD6000-GPU von Llano soll die Southern-Island-Grafik in Trinity rechnen. Ob hier bereits die geheimnisvolle GCN-Architektur zum Einsatz kommen wird ist allerdings noch unklar. Wie schon Llano wird aber auch Trinity sehr stark von schnellen Speichermodulen profitieren - immerhin greift auch der Grafikkern auf den Hauptspeicher zurück und nicht auf die ansonsten gewohnten schnellen GDDR5-Module moderner Grafikkarten. Trinity soll daher DDR3-2133 unterstützen um den Flaschenhals "RAM" ein wenig auszuweiten. Ein neues Mainboard wird für den Desktopeinsatz von Trinity generell fällig: Trinity erfordert den Sockel FM2.


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1 Kommentar

1.) Phenocore 25.10.2011 - 11:24 Uhr
Die Folie bestätigt übrigens, was sich einige schon gedacht haben. Bei der APU fällt wie schon beim der Vorgänger-APU der L3-Cache weg. In der Folie wird nur noch 4 MB L2-Cache erwähnt, was 2 MB pro Modul (wie beim aktuellen Bulldozer) entspricht.

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Die Single-Thread-Leistung ist beim Bulldozer übrigens schlechter als beim Athlon II, zumindest, wenn man das ganze bei gleichem Takt betrachtet, es wird aber nicht bei gleichem Takt bleiben...