GeForce 7950 GX2 Details aufgetaucht

NvidiaAuf der CeBIT nur Müde von der Konkurrenz belächelt und als Nischenprodukt für "Verrückte" abgetan, bahnt sich die Quad-SLI Technologie so langsam aber sicher ihren Weg in den Retail-Markt, nachdem die "Kraft der vier Herzen" bisher nur für System Builder vorgesehen war. Kein Wunder, denn die aktuell verfügbaren Karten dürften dank einer Länge von 33,5 cm nur in die wenigsten am Markt verfügbaren Gehäuse passen. Mit der Vorstellung der "zweiten" Generation - die übrigens für Ende diesen Monats geplant ist - will nVidia hier Abhilfe schaffen und hat sich aus diesem Grund das PCB nochmals zur Brust genommen.

Herausgekommen ist dabei ein deutlich "schlankeres" Design in Form einer 22,5 cm langen Karte, die auf den Namen GeForce 7950 GX2 hört. Auf dem 8-Layer dicken "Printed Circuit Board" finden zwei G71 M Chips platz, die normalerweise nur in Notebooks zum Einsatz kommen und sich durch eine deutlich geringe Core-Spannung von lediglich 1,25 Volt auszeichnen. Aber nicht nur der vCore fällt im Gegensatz zur herkömmlichen 7900 geringer aus, sondern auch die Taktfrequenzen, die bei 500 MHz für den Chip- und 600 MHz für den Speicher liegen, welcher mit einer Größe von einem Gigabyte alle bisher bekannten Dimensionen sprengt.

nVidia GeForce 7950 GX2

Im Gegensatz zu den bisherigen Berichten wird nVidia die GeForce 7950 GX2 aber nicht nur als Quad-SLI Verbund - bestehend aus zwei Karten - zum Verkauf anbieten, sondern will sie auch einzeln in den Handel bringen, um so ATI und der Radeon X1900 XTX den Spitzenrang wieder abzulaufen. Dies sollte der 7950 GX2 trotz der geringeren Taktraten nicht sonderlich schwer fallen, da die beiden G71 Chips über genügend Rohpower verfügen, sofern die Spiele entsprechend optimiert sind. Ein kleiner Hacken bleibt aber dennoch, da für den Betrieb ein SLI-Mainboard benötigt wird. Zwar wäre es technisch durchaus möglich, die 7950 auch auf einer herkömmlichen Platine zu betreiben, aber durch die künstliche Limitierung, wollen die Kalifornier ihre SLI-Chipsätze durch die Hintertür subventionieren. Letztendlich hängt der Erfolg bzw. Misserfolg vom Preis ab. Sollte nVidia hier den Nerv der Kunden treffen und keine utopischen Preise verlangen, so könnte das "Experiment" durchaus ein Erfolg werden. Momentan deutet alles darauf hin, dass entsprechende Karten für 599 bis 649 Euro über den Ladentisch gehen dürften, was für eine Mehrleistung von 30 bis 50 Prozent ein durchaus fairer Aufpreis zur X1900 XTX wäre, welche momentan für circa 480 Euro den Besitzer wechselt.


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