IDF: Neues zu Ivy Bridge

IntelAuf der hauseigenen Entwicklerkonferenz IDF (Intel Developer Forum) plauderte Intel in den vergangenen Tagen recht ausführlich über das kommende CPU-"Tick" Ivy Bridge. Besonderes Augenmerk legt Intel dabei auf die Grafikeinheit der CPU - die Konkurrenz durch AMDs Fusion und die kommenden Trinity-CPUs scheinen sich bereits auszuwirken.

Im Vergleich zur aktuellen Sandy-Bridge-GPU soll der Grafikteil von Ivy Bridge nicht einfach nur mehr Ausführungseinheiten bekommen. Intel verändert offenbar auch die Architektur der GPU recht umfassend, um beispielsweise die Geometrie-Geschwindigkeit zu erhöhen. Auch die Sichtbarkeitsprüfungen per Hirarchial-Z sollen schneller abgearbeitet und die Bandbreite verringert werden. Da Intel besonders im GPGPU-Bereich mit AMD konkurrieren muss, soll auch die Compute-Leistung verbessert werden. Intel gibt zudem an, bei die Leistungsaufnahme der GPU stark verbessert zu haben. Im Vergleich zur Sandy-Bridge-Grafikeinheit soll die neue Architektur bei gleicher Performance die Leistungsaufnahme halbieren. Wahrscheinlicher ist der umgekehrte Weg: Bei gleicher Leistungsaufnahme wird Intel sicherlich versuchen, die Performance zu verdoppeln. Zudem wird die neue GPU auch hardwarekompatibel zu Microsofts DirectX 11 sein.

Doch auch der Prozessorkern selbst bekommt einige Verbesserungen spendiert. Der Umstieg auf eine Fertigung in 22 Nanometern sowie die neuartigen, dreidimensionalen Transistoren sollen die Leistungsaufnahme stark verringern und hohe Taktraten ermöglichen. Zudem wird der integrierte Speichercontroller überarbeitet und soll RAM-Frequenzen bis hin zu DDR3-2800 unterstützen. Der maximale CPU-Multiplikator soll von 57 auf 63 angehoben werden. Im Fokus steht zudem aufgrund der stetig steigenden Umsätze im mobilen Sektor auch die Notebook-Varianten der CPU. Diese unterstützen nun auch energiesparenden DDR3L-RAM mit einer Spannung von 1,35 Volt. Erste Ultrabooks mit Ivy-Bridge-Innenleben konnte Intel auf der IDF bereits präsentieren.

Schlechte Neuigkeiten hingegen scheint es für Umrüster mit einem Sandy-Bridge-Mainboard zu geben: Auch wenn Ivy Bridge Pin-Kompatibel zu Sandy Bridge sein wird, sollen "alte" Chipsätze laut Mooly Eden nicht für die neuen Prozessoren validiert werde. Sicherlich werden einige Mainboardhersteller dennoch versuchen, Kompatibilitätsupdates zu veröffentlichen, eine Garantie für die volle Funktionsfähigkeit von Ivy Bridge auf einem jetzt oder in der Vergangenheit gekauftem Board gibt es allerdings nicht.


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5 Kommentare

5.) Homie 24.09.2011 - 15:41 Uhr
Kann man davon ausgehen, dass Sandy-CPUs auf Ivy-Board laufen werden? Spricht ja eigentlich nichts dagegen oder?!
4.) Phenocore 17.09.2011 - 17:07 Uhr
Entweder will Intel einfach nur die Kosten für die Validierung sparen, oder Intel sieht ihre eigenen Chipsätze für Sandy Bridge für wenig ausgereift um sie weiter unterstützen zu wollen.

Wenn ich mir noch mal vor Augen führe, wie man den SATA III-Bug behoben hat, nämlich durch deaktivieren einiger Transistoren, wo ich mich schon damals gefragt habe, ob das wirklich ein vernünftiger "Bug-Fix" ist oder eher ein Workaround, denn für irgend etwas waren die Transistoren ja ursprünglich da, die man deaktiviert hat, also wenn ich mir das noch mal vor Augen führe, glaube ich, dass Intel einfach den Chipsatz nicht länger unterstützen will, als nötig.
Außerdem hört man von ein paar seltsamen Bugs in Verbindung mit SSDs, die es so mit AMD-Chipsätzen nicht gibt, wobei das ganze für mich nicht komplett durchsichtig ist, ob die alle noch gefixt werden und in welcher Weise, also ob mit einem Workaround wieder gearbeitet wird oder tatsächlich nur Fehler in der Firmware behoben werden... Auch diesen Problemen würde man durch einen neuen Chipsatz aus dem Weg gehen und so in Zukunft vielleicht etwas weniger Workaounds von SSD-Herstellern in deren Firmware benötigen....

Aber na-ja, das ist alles Spakulatius, aber passen würde es zu Intels Vorgehensweise...
3.) Mr.Smith 17.09.2011 - 16:23 Uhr
Ich kann es auch nicht verstehen warum man immer gleich ein neuen Sockel bzw neues Mainboard immer braucht.
Nur wegen anderen Speicherinterface oder sonst was.Obwohl es heut zu Tage alles die CPU verwaltet die meisten sachen und nicht wie früher der Chipsätze.

naja
2.) Crimson II 17.09.2011 - 14:29 Uhr
Das Intel schon wieder eine neue Hauptplatine verlangt ist schon recht ärgerlich, da es sich "nur" um eine Strukturverkleinerung (mit etwas ausgiebigeren Änderungen der GPU) hätte man erwarten dürfen, dass dieser schritt nicht notwendig werden würde... Aber das kennt man von Intel (war schon beim 775 so).

Ob AMD es aber soviel besser macht weiß ich nicht, denn seid dem AM2 waren immer alle Sockel irgendwie kompatibel. Ich hatte gedacht AMD macht mit den BD einen schnitt macht und es schafft eine richtig starke Umgebung für die neue Architektur zu entwickeln.
1.) Mr.Smith 16.09.2011 - 18:15 Uhr
War ja zu erwarten das man wieder ein neues Mainboard braucht für die neue CPU.

Schade das die es nicht so machen wie AMD wo man grossteils neue CPU's auf alten Mainboard laufen.