AMDs 28 nm-Mobil-GPUs ebenfalls enthüllt

AMDOffenbar hat Charlie Demerjian von semiaccurate.com noch immer einen guten Draht zu Mitarbeitern von TSMC. Bereits im Vorfeld der leicht verunglückten Fermi-Produktion berichtete die Seite erstaunlich gut informiert über Produktionsinterna und nahm die eine oder andere Meldung Nvidias weit vorweg. Heute früh berichteten wir von Nvidias 28 nm-Mobilgrafikchips und jetzt sind passend dazu auch AMDs 28 Nanometer-Pläne bekannt geworden.

Wie auch Nvidias geschrumpfte Fermis sollen AMDs neue Mobil-Chips noch in diesem Jahr in die Massenfertigung gehen und im Frühjahr 2012 in fertigen Notebooks erscheinen. Nur die High-End-Modelle mit dem Codenamen "Wimbledon" verspäten sich - ebenso wie Nvidias schnellste Mobilchips - um einige Wochen. Die mobile HD 7000-Reihe soll den Informationen von semiaccurate.com zufolge aus den Chips Wimbeldon, Heathrow und Chelsea bestehen, was mit bereits im Frühjahr geleakten Roadmaps übereinstimmt. Jeder der Chips erscheint in einer Pro- und einer XT-Version, aber nur die beiden Topmodelle bekommen ein schnelles 256 Bit breites Speicherinterface. Wimbledon Pro darf zudem nur auf 2 Gigabyte GDDR5-Speicher zurückgreifen, während der XT-Variante die doppelte Menge zur Verfügung stehen soll. Aufgrund der recht hohen Unterschiede in der TDP - Wimbledon Pro kommt mit maximal 60 Watt, XT darf bereits bis zu 80 Watt aufnehmen, dürften sich die beiden Chips auch in der Menge der Shadereinheiten unterscheiden.

AMDs 28nm-Mobilgrafikchips. Quelle: www.semiaccurate.com

Die gehobene Mittelklasse stellen die beiden Chips namens "Heathrow" dar, beide mit 128 Bit Speicherinterface und 2 Gigabyte Speicher. Der schnellere XT-Chip liegt in der TDP mit 45 Watt nur 10 Watt über der Pro-Version, Heathrow Pro darf allerdings optional auch mit GDDR3-Speicher verbaut werden - besonders Acer dürfte diese Auswahlmöglichkeit freuen, verlangsamt der Hersteller seine Notebooks doch gerne durch den preiswerteren Speicher. Eine Leistungsstufe unter Heathrow ordnet sich Chelsea ein, auch hier gibt es ein Speicherinterface mit 128 Bit Bandbreite und bei beiden Chips die Wahl zwischen GDDR3 und GDDR5. Die TDPs fallen mit 25 Watt respektive 35 Watt für Chelsea XT moderat aus.

Welche Chiparchitektur bei den neuen Mobilchips zum Einsatz kommt, ist bislang noch nicht sicher. Die neue Southern-Islands-Architektur ist allerdings unwahrscheinlich, das 4D-System der HD69x0 scheint realistischer. Aber auch ein reiner Shrink der bestehenden Chips in Verbindung mit kleineren Takterhöhungen ist nicht undenkbar.


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