AMD Bulldozer: Die-Größe bekannt

IntelOb AMDs Bulldozer der lang erwartete Befreiungsschlag gegen Intels CPU-Übermacht wird oder nicht - eines steht bereits fest: Zumindest die FX-Prozessoren der Oberklasse nutzen ein extrem großes Prozessor-Die. Insgesamt 315 mm² ist das Orochi-Die des Topmodells FX-8150 groß - geradezu gigantisch, wenn man es mit den 216 mm² des Intel Core i7-2600K vergleicht. 123,6 mm² nehmen dabei die vier Prozessor-Module ein, die restliche Fläche wird überwiegend von L3-Cache und Northbridge-Funktionen beherrscht.

Mit der Bulldozer-Architektur stellt AMD voraussichtlich im Herbst dieses Jahres die erste, komplett neu gestaltete CPU-Architektur seit dem ersten K7-Athlon von 1999 vor. Denn AMDs K8 und K9 (Athlon 64, Athlon 64 X2) orientierten sich stark am Design der K7-Prozessoren, während AMDs K10-Core große Anleihen beim K8 nahm. Mit dem Bulldozer revolutioniert AMD nun die eigene Prozessorarchitektur - anstelle von vollständigen Prozessorkernen setzt der Hersteller flexiblere Prozessormodule ein. Diese fügen je zwei CPU-Kerne zu einem Modul zusammen und teilen sich sowohl den pro Modul 2 Megabyte großen L2-Cache als auch die Fließkommaeinheiten und die Ansteuerungseinheiten. Die einzelnen Module sollen aber laut Aussage von AMD noch gute 80 Prozent der Leistungsfähigkeit eines vollwertigen K10-Kerns aufweisen. Ein 8-Kern Bulldozer nutzt daher insgesamt vier Prozessormodule und einen gemeinsamen, 8 Megabyte großen L3-Cache.

Aufbau des Bulldozer-Die - Quelle: www.semiaccurate.com

Das nun auf der Hot Chips 23 offiziell bekannt gegebene Topmodell FX-8150 taktet dabei mit 3,6 Gigahertz und ermöglicht den Betrieb im Turbomodus mit 4,2 Gigahertz Taktfrequenz. Zum Energiesparen sollen sich einzelne Prozessormodule komplett von der Versorgungsspannung trennen lassen, so dass bei geringer Last nur ein einzelnes Modul mit Energie versorgt werden muss. Diese Funktion könnte sich sehr positiv auf den Idle-Stromverbrauch der Bulldozer-CPUs auswirken, die maximale TDP liegt indes bei 125 Watt für das Spitzenmodell FX-8150 und den mit 3,1 GHz/4,0 GHz etwas zurückhaltender getakteten FX-8120.

Auch wenn AMD die Chipsätze der 900er-Baureihe als idealen Partner für die kommenden FX-Prozessoren sieht, bieten zahlreiche Hersteller auch zu AM3+-kompatible Boards mit AMDs 800er-Chipsätzen an. Auch ältere und noch nicht speziell für Bulldozer ausgelegte Platinen sollen per BIOS-Update für die neuen CPUs fit gemacht werden können - insofern der Hersteller ein entsprechendes Update anbietet natürlich. Allerdings sollen nur die aktuellen 900er-Boards mit schwarzem CPU-Sockel alle Energiesparfunktionen der Bulldozer-Prozessoren unterstützen.


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1 Kommentar

1.) Luk Luk 23.08.2011 - 15:29 Uhr
Juhuu, ein neuer Redakteur. Schöne News! Weiter so. ;)